Ein herzlicher Dank an das Löwenherz-Team

Marianne + Manfred aus Bremerhaven schrieb am 21.06.2005

Heute vor einer Woche erreichten wir mit unserem 15-jährigen Sohn, der unter einem Hirntumor litt, fast in letzter Minute Ihre Einrichtung. Meine Frau, unsere Tochter und ich erfuhren eine Woche davor (nach einem MRT), dass man für unseren Sohn nichts mehr machen könne. Zu Hause angekommen zeigten sich bei ihm vermehrte Fieberschübe. Am 14.06.2005 lagen die Nerven meiner Frau blank. Gegen 10:00 Uhr rief ich im Löwenherz an und fragte um die Möglichkeit einer Aufnahme. Ohne kompliziertes Prozedere bot man uns an, noch am selben Tag zu kommen.
Wir bestellten einen Krankentransport für 14:oo Uhr. Trotz großer Bedenken (Marcel atmete inszwischen bei 41,5 Grad Fieber sehr schwer) machten wir uns auf den Weg. Unterwegs im Krankenwagen hielt ich ununterbrochen die Hand von Marcel und bat ihn durchzuhalten. Um 15:20 erreichten wir die Einrichtung und wurden von einer Kinderkrankenschwester in das Zimmer für unseren Sohn geleitet. Es war kühl, ruhig und wirkte einfach angenehm. Im schönen Bett, mit (schon vorgekühlten) Laken schaffte es unser Sohn noch eine halbe Stunde, bevor er sich auf den Weg in eine neue Welt machte.

Unsere Bedenken, diese Fahrt unserem Sohn noch zuzumuten, waren nach kurzer Zeit zurückgestellt. Der Seelsorger, alle anderen Mitarbeiter, anwesende Eltern mit schwerkranken Kindern und das Haus an sich ließen diese im Nachhinein als vollkommen unbegründet erscheinen.
Allein der schöne Abschied von unserem Sohn und der angeleitete Umgang mit einem Toten, der "in dieser Form" nur hier möglich war, ließen uns die zwei Tage, die wir noch anwesend waren wohl unvergesslich bleiben. Wir haben viel gelernt.

Unser Dank gilt: Dem sehr einfühlsamen Seelsorger - Den netten Schwestern und Pflegern - Der netten Küchendame - Der Leitung dieser Einrichtung - Den Fördermitgliedern dieser Einrichtung und allen Spendern.