Reiz der freiwilligen Arbeit

Weser Report

Rund 150 ehrenamtliche Helfer unterstützen Kinderhospiz Löwenherz inzwischen

Nichts liefe beim Kinderhospiz Löwenherz ohne ehrenamtliche Helfer. Bereits 150 Frauen und Männer unterstützen den Verein regelmäßig.

Syke - Der Einsatz und das Engagement ehrenamtlicher Helfer hat beim Verein "Kinderhospiz Löwenherz e.V." in den vergangenen Jahren in einem rasanten Tempo zugenommen: Gestartet Ende der 90er mit einem guten Dutzend aktiver Gründungsmitglieder unterstützen inzwischen etwa 150 Frauen und Männer den Verein und die Arbeit im Kinderhospiz in den unterschiedlichsten Bereichen. Mehr als 100 von ihnen sind regelmäßig aktiv dabei. So wie Astrid Janssen vom Büroteam des Vereins.

"Ohne Ehrenamtliche würde die Arbeit von Löwenherz nicht funktionieren", sagt sie. Es sei damals von Anfang an klar gewesen, dass man so ein großes Projekt wie das geplante Kinderhospiz nur mit Hilfe vieler freiwilliger Unterstützer realisieren könne. Umso erfreulicher sei jetzt die große Resonanz. Was sie besonders schätzt: Alle Helfer kämen mit großem Elan und frischen Ideen. Und sie sehen manche Dinge von außen anders - was für das Stammteam sehr hilfreich sei.

Bei Löwenherz können Unterstützer angeben, in welchem Bereich sie am liebsten eingesetzt werden wollen. Auswahl haben sie dabei reichlich: Die Gruppe Öffentlichkeitsarbeit etwa hält Vorträge, betreut Infostände und stellt die Grußkarten und den Löwenherz-Kalender her. Andere Arbeitsgruppen organisieren Basare, Feste und Veranstaltungen. Und im Kinderhospiz hilft die Küchengruppe vor allem bei der Zubereitung des Abendessens, andere kümmern sich um den Garten.

Regina Geisler aus Staffhorst ist vor einigen Wochen ein echtes "Löwenherz" geworden. Eigentlich wollte sie sich schon lange ehrenamtlich im sozialen Bereich engagieren. Doch sie hatte "Hemmschwellen im Kopf", dachte, sie sei dafür nicht gut genug. Als sie arbeitslos wurde, versuchte sie es - und war begeistert. "Ich fühlte mich mit den anderen Leuten gleich sehr wohl, es war toll, mit ihnen gemeinsam etwas zu machen". Als Ehrenamtliche könne man neue Fähigkeiten entdecken, ausprobieren und einsetzen, betont auch Claudia Zimmermann den Reiz der freiwilligen Arbeit. "Inzwischen ist mir wirklich der Löwe ins Herz gesprungen, besser kann ich es nicht ausdrücken", sagt sie. Stimmen von nur dreien der Menschen fast jeden Alters, der unterschiedlichsten Charaktere und Berufe, ohne die das Löwenherz nicht existieren könnte. (eb)