Auf schwere Kost folgte Leichtbekömmliches

Rotenburger Kreiszeitung

Konzert des Heeresmusikkorps ein Erfolg / 800 Gäste in der Turnhalle

Sottrum. (az). Die Erwartungen der Veranstalter wurden mehr als übertroffen: Passend zur 800-Jahr-Feier konnten rund 800 Gäste zum Konzert des Heeresmusikkorps I der Bundeswehr in der Großturnhalle am Bullenworth begrüßt werden. Am Vormittag der Veranstaltung waren alle 750 Karten ausverkauft - für die Abendkasse mussten 50 weitere gedruckt werden.

"Die Resonanz zeigt uns, dass wir mit der Wahl des Programms richtig lagen", freute sich Sottrums Bürgermeister Reinhard Rosebrock. Ebenso begeistert war Christa Kirchhof, die den Auftritt des Orchesters mitorganisiert hatte: "Mit so vielen Gästen hätten wir nie gerechnet." Besonders groß dürfte die Freude beim Kinderhospiz Löwenherz in Syke gewesen sein: Rosebrock konnte einen Scheck über 5.000 Euro an Hannelore Willkening, ehrenamtliche Löwenherz-Mitarbeiterin,
überreichen.

Anschließend durften die Gäste die "musikalischen Leckerbissen" genießen. Schließlich fand Kapellmeister Friedrich Szepansky für jedes vom Orchester vorgetragene Stück den passenden Vergleich mit einem bekannten Gericht. Wenn Szepansky von einem in Rotwein gebeizten und geschmorten Rehschnitzel in Waldpilzsoße mit Röstkartoffeln - nämlich einem Waidmannstopf - schwärmte, konnte nur eins folgen: der Marsch "Waidmannsheil". Natürlich standen auch andere Leckereien auf der Menükarte. Nach der "schweren Kost" vor der Pause, zu der "Die Hugenotten" ebenso gehörten wie Kaiserwalzer und der "Tea for two", gab es Leichtbekömmliches zu hören. Filmmelodien und Musical-Medleys wurden den Gästen serviert.

Die Soldaten glänzten allerdings nicht nur an ihren Instrumenten: Auch als Sänger machten sie eine gute Figur. Dabei war das Carmina-Burana-Stück "In tabernam quando sumus", für das sechs der Akteure in Mönch-Kutten einmarschierten, eines der Highlights. Übrigens sorgte das Orchester nicht nur für musikalische Leckerbissen: Hatte Szepansky noch von der Entstehung des Kaiserschmarrns gesprochen, auf das der Kaiserwalzer von Johann Strauß folgte, konnten die Gäste das Gericht in der Pause selbst kosten.