Sport und Familienfest der St. Franziskus-Stiftung Münster: „Ein Fest für die ganze Familie!“

Quelle: Joseph Intern, Juli/August 2009

Mitarbeiterzeitschrift der St. Franziskus-Stiftung

Premieren in Bremen

Bislang konnte man das Sport- und Familienfest der St. Franziskus-Stiftung eigentlich auch wahlweise Sport- und Familienfest Münster oder Telgte nennen, da es in den vergangenen Jahren meist dort veranstaltet wurde. Um den anderen Häusern der Stiftung zu zeigen, wie es im Norden aussieht, beschlossen Kaufmännischer Leiter Dr. Conrad Middendorf und Pflegedirektor Carsten Ludwig, die stiftungsweite Veranstaltung erstmalig zu uns nach Bremen zu holen. Der Vorschlag fand Anklang bei den Verantwortlichen der St. Franziskus Stiftung und galt schnell als beschlossene Sache!

Der Startschuss für die Organisatoren fiel bereits im November 2008. Schnell fand sich eine Gruppe von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zusammen, die mit viel Herzblut und Ehrgeiz das diesjährige Fest planten und bis in das letzte Detail durchorganisierten. Die Mitglieder des Organisationsteams wollten aber mehr als in den Vorjahren passiert war, nämlich dass das Sport- und Familienfest in Bremen neben dem Fußballturnier um den St. Franziskus Wanderpokal einen Schwerpunkt auf "Familie" haben soll. Und so wurden in 24 Treffen viele Ideen gesammelt und ein attraktives Rahmenprogramm für die ganze Familie organisiert.

2009 war in vielerlei Hinsicht eine Premiere: Für die Mitarbeiter des St. Joseph-Stifts war ein Besuch erstmals ohne stundenlange Anfahrt möglich. Mit der Erweiterung des Programms war auch für Leute, die nicht an Fußball interessiert sind, Einiges geboten (Allerdings sollte sich im Laufe des Turniers herausstellen, dass eigentlich alle anwesenden Mitarbeiter des St. Joseph-Stift riesige Fußball-Fans sind - zumindest, wenn es um „unsere Jungs" geht) und schließlich, vielleicht die wesentlichste Neuerung: Das Fest wurde über zwei Tage ausgerichtet. Traditionell geht der Erlös der Veranstaltung an einen gemeinnützigen Zweck. Das Organisationsteam entschied sich für das Kinderhospiz Löwenherz e.V. in Syke bei Bremen.

Der Freitag oder was man von den Profis lernen kann

Bereits am Freitag, den 19. Juni 2009, fanden zwei Weserstadionführungen statt. Die Idee zu den Führungen kam bereits in den ersten Teamtreffen zustande. Schnell wurde Kontakt zu Werder Bremen geknüpft. Fast genauso schnell und sehr flexibel wurde die Zahl der möglichen Teilnehmer an den Führungen von zuerst 100 über 150 bis schließlich auf 200 Personen hochgesetzt. Danke hier auch noch einmal, dass Werder Bremen, die dies stets freundlich und für uns kostenlos möglich machten. Schnell war eine komplette Führung mit Gästen aus der Stiftung ausgebucht - so einen Programmpunkt hatte man wohl nicht erwartet und auch im „Stift“ war die Liste der Anmeldungen ratzfatz bis auf den letzten Platz ausgefüllt. Im Anschluss trafen Gäste und „Stiftler" bei der Grillparty auf dem Gelände des ATS Buntentor ganz friedlich aufeinander. So konnten sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus unserem Haus und die spätestens bis zum Grillfest angereisten Gäste aus der „Franziskus-Familie“ näher kennenzulernen und einen gemeinsamen entspannten Grillabend zu erleben. Viele Gäste aber auch erstaunlich viele Kolleginnen und Kollegen nutzten die Gelegenheit zum Austausch in gemütlicher Atmosphäre. Einige Mannschaften kamen sogar höchst professionell zur letzten Teambesprechnung und zu einer kleinen Trainingseinheit auf dem Sportgelände zusammen.

Der Samstag oder alles super außer Regen

Am Samstag war es nun endlich soweit - zumindest aus Perspektive des Organisationsteams. Würden sich all die Besprechungen und vielen Stunden Vorbereitung auszahlen? Schon um 6:30 rückten die Ersten etwas verschlafen und doch aufgeregt an, um die letzten Vorbereitungen zu treffen. Und tatsächlich gab es noch eine Menge Kleinigkeiten zu erledigen. Um 10:00 Uhr begann dann der offiziell Teil des Sport- und Familienfestes. Nach einer kurzen Ansprache von Herrn Jarchow und treffenden Segensworten von Pfarrer Rosemann rollte der Ball im ersten Spiel um den Franziskus Pokal. Und er rollte parallel auf zwei Feldern in denen in der Vorrunde 12 Mannschaften aus der Stiftung engagiert um jedes Tor kämpften. Auch wenn die angereisten Fan-Klubs unterschiedlich groß waren - jedes Spiel wurde angefeuert, als sei es das Endspiel.

Während sich auf dem eingekreideten Grün alles um das runde Leder drehte, fand rundherum ein buntes Rahmenprogramm für die ganze Familie statt. Die Kinder konnten sich an diesem Tag auf der Hüpfburg, beim Bull-Riding und beim Bungee-Run austoben. In den Spielpausen stärkten sich die kleinen und großen Gäste am Popcorn-Stand. Für die Fußballbegeisterten gab es einen XXL-Kicker und einen XXL-Fußball. Aktiv werden konnte man am Speedmesser, hier wurde die Schnelligkeit des eigenen Fußballschusses gemessen. Die erstplazierten erhielten am Ende eine Urkunde und Preise. Ein weiteres Highlight für die kleinen Gäste war das Glücksrad und das Kinderschminken. Kaum hatte das Schminken begonnen, säumten schon die ersten Feen und Prinzessinnen den Spielfeldrand - übrigens ganz unabhängig vom Alter. Nebenbei wurde von der Firma Niemöller und Abel Warnbekleidung für Kinder angeboten. In der Zeit von 14.00 Uhr – 16.00 Uhr fuhr der am St. Joseph-Stift stationierte Intensivtransportwagen (ITW) auf das Gelände und konnte besichtigt werden. Für Fragen stand das Fachpersonal vor Ort Rede und Antwort.

Im Laufe des Tages wurden die Gäste auf eine etwas andersartige Person aufmerksam, einen Mann mit Koffer, Mütze und einem kariertem Hemd. Böse Stimmen behaupteten, es handelte sich bei dieser Person vielleicht um einen Patienten einer der teilnehmenden Kliniken. Aber nein, schnell konnten die Veranstalter aufklären – bei der lustig anmutenden Person handelte es sich um Kurt. Der Akrobat und Comedian hatte sich auffällig-unauffällig unter die Besucher gemischt und begeisterte die Gäste mit seinem Showprogramm.

Die prall gefüllte Tombola mit wirklich hochwertigen Preisen, wie einem Kirchentagsfahrrad, einer Ballonfahrt oder einem Wellness-Wochenende kam dem Kinderhospiz Löwenherz zu Gute. Eine Sonderverlosung mit Werder-Fanartikeln brachte einen zusätzlichen Betrag für den guten Zweck ein. Das Kinderhospiz Löwenherz war mit zwei ehrenamtlichen Mitarbeitern den ganzen Tag mit einem Informationsstand vertreten. Besucher und Interessierte konnten sich vor Ort über die Arbeit im Kinderhospiz informieren.

Natürlich wurde beim Fest auch an das leibliche Wohl gedacht. Das Team von SJS-Catering betreute den Gastronomiebereich und ließ keinen Wunsch offen. Es wurden unterschiedliche Grillvariationen angeboten. Der Duft des Spanferkels stieg den Besuchern recht schnell in die Nase! Am Nachmittag wurde die Kaffeetafel eröffnet. Es gab leckeren Plattenkuchen in vielen Variationen.

Der sportliche Höhepunkt war ganz klar das Endspiel zwischen dem mehrmaligen Vorjahressieger und Favoriten St. Rochus-Hospital Telgte und unseren Kickern aus dem St. Joseph-Stift. Nach einer langen Phase der Führung schoss der Favorit aus Telgte kurz vor dem Abpfiff noch den Ausgleich zum 1:1 in der regulären Spielzeit. Die Nervenzerreißprobe hielt weiter an und beide Mannschaften standen sich in einem dramatischen 9-Meter-Schiessen gegenüber. Am Ende stand der Sieger mit einem Endspielstand von 7:6 fest. Auch in diesem Jahr ging der Wanderpokal der St. Franziskus Stiftung an das Team vom St. Rochus -Hospital in Telgte. Unsere Kicker haben sich wacker geschlagen und sind verdient Vizemeister und insgeheim auch Meister der Herzen geworden. Im nächsten Jahr wird voraussichtlich das Sport- und Familienfest von der FACT organisiert und ausgerichtet. Und schon jetzt gilt die „Kampfansage“: Kicker aus Telgte, wir kommen wieder und holen uns den Pokal!

Nach der Medaillen- und Pokalübergabe fand der Tag ein umjubeltes Ende. Die siegreichen Mannschaften erhielten vom Stiftungsvorsitzenden Dr. Klaus Goedereis und dem Vorstandsmitglied Wilhelm Hinkelmann die Ehrenmedaillen und Pokale. Zu einer zünftigen bremischen Siegesfeier gehörten auch eine Bierdusche und Konfettiregen selbstverständlich dazu. Allen Gästen aus nah und fern wird das Sport- und Familienfest, so hoffen wir, in guter Erinnerung bleiben, auch wenn das Wetter leider zwischendurch immer wieder nicht so mitspielte, wie wir es wollten.

Frank Thiel

Stimmungen und Meinungen aus nah und fern…

„Abschließend kurz gefasst – eine rundum gelungene Veranstaltung, Bremen wir kommen gerne wieder!
aus dem „Bernhard Ticker“ Informationen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Ausgabe 11 Juli/August 2009

Das Turnier war super organisiert und ich finde Ihr habt das ganz toll aufgezogen. Kompliment. Leider haben wir „nur konstant“ gespielt und nicht so erfolgreich. Super Tombola mit tollen Preisen
Dipl.-Pflw. Leonhard Decker Pflegedirektor St. Franziskus-Hospital GmbH, Münster

Liebes Orga-Team, vielen Dank für so ein klasse Fest. Auch mein Sohn hatte viel Spaß.
Sabine Hilker Schlüter, St. Joseph-Stift GmbH, Bremen

(...) noch einmal ein ganz herzliches Dankeschön auf dem E-Mail-Weg für die Super Organisation des Festes und die tollen Ideen am Rande (Konfetti-Kanone, Stände, Grillfest – mit ganz viel Lob für den tollen Grillteller, die tollen Tombola-Preise, Übernachtung in JH und, und und....) Auch sportlich hätte ich Ihnen den vollen Erfolg gegönnt, (...)
Winfried Behler M.A. Leiter Unternehmenskommunikation, St. Franziskus Stiftung

Vielen Dank an das Orga-Team für das tolle Fest. Meiner Familie und mir hat es sehr gut gefallen.
Anna Wilke Kosten- und Erlösmanagement St. Franziskus-Hospital

…. es war ein Superfest, wenn gleich ich auch enttäuscht über unseren 2.Platz bin. Die Jungs hätten den ersten verdient
Carsten Ludwig, Pflegedirektor, St. Joseph-Stift GmbH Bremen