Ein Sonnenstrahl zum Segen...

„Der Samen ist aufgegangen“: Diakonin Dorothea Bobzin (l.) wählte das Symbol des Weizenkorns, um an das Wachsen von „Löwenherz“ zu erinnern. Gaby Letzing (r.) und Barbara Frerker legten Hand an die Kupferrolle für den Grundstein.

Quelle: Kreiszeitung, 04.09.2009

Landkreis - (sdl) n Kann es ein besseres Omen geben? Genau in dem Moment, als Diakonin Dorothea Bobzin gestern den Segen sprach, blitzte ein Sonnenstrahl aus den grauen Regenwolken hervor – und fiel auf das Fundament für den „Treffpunkt Löwenherz“, der an der Syker Plackenstraße entsteht. Ein Haus mit Schulungs- und Büroräumen, aber auch mit einem „Löwenherz“-Laden.

Gemeinsam mit Vereins-Geschäftsführerin Barbara Frerker und tatkräftig unterstützt von der Vorsitzenden Gaby Letzing füllte Dorothea Bobzin, stellvertretende Vorsitzende, den Kupferzylinder für die offizielle Grundsteinlegung. Ein bisschen Geschicklichkeitsarbeit war notwendig, bis die Vereins chronik der „Löwenherzen“, Faltblätter, Tageszeitungen sowie Münzen ihren Platz gefunden hatten – und: Weizenkörner. Sie waren das Symbol für die Arbeit und den Erfolg der „Löwenherzen“.

„Winzig klein haben wir begonnen“, so Dorothea Bobzin, „aber der Samen ist aufgegangen...“ Die Weizenkörner waren genauso Sinnbild für die Zukunft, für die Arbeit der nachfolgenden Generationen: Das Korn könne lange liegen, ohne gebraucht oder verbraucht zu werden. „Bekommt es aber gute Bedingungen, wird der Keim und die Saat aufgehen“, sagte die Diakonin, „und wird wachsen und neue Früchte bringen...“ Dorothea Bobzin wünschte sich, dass immer wieder neu ausgesät werde, um neu wachsen zu lassen – und stieß mit den Gästen bewusst mit einem Glas Wasser an – als Element, das alles verbinde.
Was an der Plackenstraße zurzeit aus Stein und Beton wächst, bietet künftig ehrenamtlichen „Löwenherzen“ und Interessierten insgesamt 527 Quadratmeter Platz auf zwei Etagen.

Dort entstehen Büro- sowie Tagungs- und und Schulungsräume für ehrenamtliche „Löwenherzen“ und Elterngruppen. Zum „Treffpunkt Löwenherz“ gehört aber genauso ein „Löwenherz“-Laden, in dem die Basargruppe ihre gespendeten Bücher, Spiele und andere Artikel verkaufen kann. Das Haus bietet ebenso Raum für die Vernetzungsarbeit mit den Hospizdiensten in Niedersachsen.

Barbara Frerker hofft, im November Richtfest feiern zu können für den Bau, der nach den Plänen des Syker Architekten Günther Glüsenkamp entsteht und der sich mit seiner Fassade aus roten Klinkersteinen harmonisch in die Nachbarschaft einfügen soll. Die Architektur soll gleichzeitig Präsenz und Stärke, Vertrauen und Mitgefühl, Veränderung, Abschied und Neuanfang ausstrahlen – getreu dem „Löwenherz“-Leitsatz: „Wir sind da, wir tragen mit – im Leben und im Sterben.“