

Quelle: Kreiszeitung 16.06.2009
Glückstour' von Berlin nach Bonn: Radler legten Stopp in Diepholz ein / Hilfe für krebskranke Kinder
DIEPHOLZ (ej) Schornsteinfeger bringen bekanntlich Glück. Bei der "Glückstour" bringen sie auch Spenden für krebskranke Kinder. Auf ihrer vierten, tausend Kilometer langen "Glückstour" per Fahrrad legten Schornsteinfeger aus ganz Deutschland gestern Mittag in der Diepholzer Fußgängerzone eine längere Pause ein.
20 Kollegen aus der Region - alle in schwarzer Kluft - empfingen die sportlich gekleideten Kollegen auf der Etappe von Bremen nach Osnabrück.
Vor dem alten Diepholzer Rathaus hatten sie Stärkungen für die Radler bereit gestellt - und Informationen über das Schornsteinfeger-Handwerk für Passanten.
Bei der "Glückstour" besuchen die teilnehmenden Schornsteinfeger aus ganz Deutschland Sponsoren der Aktion, sammeln dabei Spenden und überbringen sie auch an Elterninitiativen oder Forschungsprojekte. "Gesundwerden ist keine Glückssache", meinen sie - und strampeln kräftig, um das Schicksal von krebskranken Kindern und deren Eltern zu erleichtern.
Im Landkreis Diepholz wird das Kinderhospiz "Löwenherz" in Syke nach Abschluss der Tour eine Spende von 5000 Euro bekommen, kündigte der Vorsitzende des Vereins "Kaminkehrer helfen krebskranken Kindern", Jürgen Stricker, gestern bei der Pause in Diep holz an.
Insgesamt verteilen die Schornsteinfeger bei ihrer "Glückstour" an den jeweiligen Etappenzielen 70000 Euro an Spenden.
Die "Glückstour 2009" startete am Donnerstag in Berlin. Bundes-Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg gab am Brandenburger Tor den Startschuss.
Erstes Etappenziel war Wittstock. Von dort aus ging es nach Schwerin, Hamburg und Bremen. Gestern war Osnabrück das Ziel, bevor heute Iserlohn im Sauerland angesteuert wird und am Mittwoch Bonn als Abschlussziel erreicht werden soll.
Aus dem Landkreis Diepholz fahren Maic und Antje Wetzel mit. Der Schornsteinfegermeister ist Inhaber des Kehrbezirks, der unter anderem Bereiche von Bassum, Neuenkirchen, Twistringen und Ehrenburg umfasst. Anje Wetzel arbeitet als angestellte Schornsteinfegerin in Nienburg.Der Verein "Schornsteinfeger helfen krebskranken Kindern" wurde 2005 gegründet.
