
Quelle: Neuen Presse Hannover 30.06.2009
VON MIRJANA CVJETKOVIC HANNOVER. Wie schön, wenn man gleich zu zwei Anlässen beglückwünscht werden kann: Zum einen feiert Lothar Zierke heute seinen 60. Geburtstag, zum anderen geht der Polizeihauptkommissar und Pressesprecher des Landeskriminalamtes (LKA) heute nach 42 Dienstjahren bei der Polizei in den Ruhestand.
„Über meine bevorstehende Freizeit mache ich mir wenig Sorgen“, sagt der Jubilar und ist sich sicher, „dass keine Langeweile aufkommt“. Auch von Berufs wegen kam bei Zierke nie Monotonie auf. Die polizeiliche Laufbahn des gebürtigen Cuxhaveners begann 1968 in der Landespolizeischule in Hann. Münden. Anschließend ging er zur Bereitschaftspolizei nach Braunschweig.
Es folgten viele weitere Stationen. „Einmal haben wir eine Hochschwangere mit Blaulicht ins Krankenhaus gefahren“, erinnert er sich, „in der Geburtsanzeige dankte sie uns.“ Weniger schöne Einsätze gab es auch: „Die Zug-Explosion im Bahnhof Linden war schlimm.“ Und bei einer Demo gegen das Kernkraftwerk Grohnde flogen Steine, Zierke wurde verletzt. Friedlicher ging es während der Expo 2000 zu – da bewarb er sich als Pressesprecher bei der Polizeidirektion – und blieb danach in Hannover. Nebenbei engagiert er sich seit Jahren für das Kinderhospiz Löwenherz in Syke bei Bremen.
„Die WM war ein weiteres Highlight, bei dem ich mit vielen Menschen unterschiedlicher Nationen zusammengekommen bin.“ Im Anschluss daran wechselte er zum Landeskriminalamt. Kollege Frank Federau ist „sehr traurig“, dass Zierke geht. „Es war eine sehr gute Zusammenarbeit.“ Zierke gibt das Kompliment zurück. Er könne sich ohnehin kaum an Negatives mit Kollegen erinnern. Wenn doch? „Das ließe sich an einer Hand abzählen.“ Etwas in eigener Sache: Auch die NP wünscht für die Zukunft alles Gute!
