Ambulante Kinderhospizarbeit wächst weiter

Über ein Präsent als Dankeschön für ihre zehnjährige Mitgliedschaft freuten sich diese „Löwenherzen“.

Pressemitteilung - Syke, 14.07.2015

Mitgliederversammlung in Syke - Dank an Ehrenamtliche und Spender

Syke – Nach der Eröffnung des Jugendhospizes ist im vorigen Jahr bei Löwenherz wieder mehr Routine eingekehrt. Vor allem im ambulanten Bereich wurden die Angebote ausgebaut, berichtete der Verein auf seiner Mitgliederversammlung in Syke. Die wirtschaftliche Entwicklung des Vereins und des Kinderhospizes verliefen weiterhin positiv. „Mit dem Ergebnis sind wir sehr zufrieden", sagte Barbara Frerker, Geschäftsführerin des Vereins, bei der Vorstellung des Jahresberichts 2014. „Dafür danke ich den engagierten Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen sowie den Spendern ganz herzlich. Sie haben dazu beitragen, dass die schwerstkranken Kinder, Jugendlichen und ihre Familien so unterstützt werden können, wie sie es brauchen."

Mehr als 140 Ehrenamtliche engagierten sich im vorigen Jahr insgesamt für „Löwenherz". 50 Helferinnen und Helfer begleiteten im ambulanten Kinderhospizdienst in Bremen und Umzu Familien mit einem unheilbar erkrankten Kind zu Hause. 93 Ehrenamtliche waren aktiv in der Öffentlichkeitsarbeit, im Basarladen sowie in den Kartengruppen. Auch die Büros in Syke, Bremen und im Kinderhospiz wurden ehrenamtlich unterstützt. Im Kinderhospiz halfen Ehrenamtliche in der Küche, im Garten, in der Pflege und beim Kuchenbackdienst.

Die ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeiter hielten 25 Vorträge, informierten an 51 Infoständen und wirkten bei mehr als 300 Spendenübergaben mit. Private Unterstützer, Schulen, Firmen und Vereine organisierten 147 Benefizaktionen.

Der Ausbau der ambulanten Arbeit und der Kooperationen sei ein wichtiges Thema des Vereins gewesen, berichtete Fanny Lanfermann, Leiterin der ambulanten Kinderhospizarbeit bei Löwenherz. So habe man mit den Vorbereitungen für die Errichtung eines ambulanten Kinderhospiz-Stützpunktes von Löwenherz in Braunschweig begonnen, der im Februar 2015 eröffnet wurde. Insgesamt 28 Hospizvereine waren 2014 als Kooperationspartner mit 80 Ehrenamtlichen bei der Vernetzung aktiv.

„Das Team des Ambulanten Kinderhospizdienstes Löwenherz Bremen und Umzu begleitete im vorigen Jahr 40 Familien mit unheilbar erkankten Kindern und Jugendlichen zuhause. 51 geschulte Ehrenamtliche engagierten sich für diese Arbeit", sagte Fanny Lanfermann. Sie treffen sich regelmäßig zu Supervisionen und Gruppenabenden. Zugleich wurde mit dem Aufbau eines Bildungsreferates begonnen. Hier werden künftig alle Vorträge, Schulungs- und Fortbildungsaktivitäten von Löwenherz zum Thema „Tod und Sterben von Kindern" gebündelt.

Im ersten Jahr nach Einweihung des Jugendhospizes stand die Konsolidierung auf dem Programm, berichtete Marion Reimers, Pflegedienstleitung im Kinder- und Jugendhospiz. Das habe auch im Kinderhospiz mehr Ruhe gebracht. „Rund 30 Prozent der Gäste aus dem Kinderhospiz wechselten ins Jugendhospiz, da sie älter als 14 Jahre waren. Insgesamt waren im Kinder- und Jugendhospiz waren im vorigen Jahr 184 Familien zu Gast", so Marion Reimers. 17 Kinder und Jugendliche seien verstorben, davon fünf im Löwenherz.

Für das Kinder- und Jugendhospiz sei in den ersten Betriebsjahren eine geringere Belegung geplant. Statt der maximal möglichen 16 Plätze wurde 2014 mit vier Plätzen im Jugendhospiz und sechs Plätzen im Kinderhospiz kalkuliert. Marion Reimers: „Ein Grund ist, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter langsam zu einem Team zusammenwachsen sollen. Zudem erreicht auch uns der Pflegenotstand, so dass Stellen erst nach und nach besetzt werden können." Die Gesamtbelegung des Kinder- und Jugendhospizes habe im vorigen Jahr insgesamt 88,9 % erreicht.

Für ihre zehnjährige aktive Mitgliedschaft wurden 29 Löwenherzen geehrt. Einige von ihnen waren zur Versammlung erschienen und erhielten ein kleines Präsent als Dankeschön.

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