Unter der Moderation von Koordinatorin Isa Groth (2.von links) berichteten Eltern über ihr Leben mit einem unheilbar erkrankten Kind.

Start mit Herzensgeschichten ins Jubiläumsjahr

Bewegende Veranstaltungen in Braunschweig, Bremen und Syke

Mit Herzensgeschichten sowie einer Matinée der Stiftung startete Löwenherz in Braunschweig, Bremen und Syke in das Jubiläumsjahr. Der Verein wird 20 Jahre alt, das Kinderhospiz öffnete vor 15 Jahren, seit 10 Jahren besteht die Stiftung und vor 5 Jahren wurde das Jugendhospiz eingeweiht. Aus diesem Anlass informiert der Verein in Niedersachsen und Bremen in diesem Jahr mit Vorträgen sowie Vorführungen in Kinos und Theatern über die zahlreichen Facetten der Kinderhospizarbeit.

Zeit zum Nachdenken. Die Musik des Bremer Kaffeehaus-Orchesters sorgte bei den Herzensgeschichten in Bremen für den passenden Rahmen der emotionalen Berichte der Familien.

In Braunschweig und Bremen berichteten Eltern von unheilbar erkrankten Kindern in persönlichen „Herzensgeschichten“, wie sich ihr Familienleben seit der Diagnose ihres erkrankten Kindes verändert hat. Die Zuhörer erhielten in den moderierten Gesprächen intime Einblicke in den Alltag von Eltern und Geschwistern. So schilderten die Mütter und Väter wie es sich anfühlt, ausgegrenzt zu sein, wenn Mitmenschen ihnen und ihren erkrankten Kindern mit Scheu und Unsicherheit begegneten. Die Pflege nehme sehr viel Zeit in Anspruch, vor allem wenn ihre Kinder nachts nicht schlafen können oder plötzlich der Alarm schrillt. Häufig seien sie daher völlig erschöpft und kraftlos. Gleichzeitig erzählten die Eltern, dass der Aufenthalt bei Löwenherz immer sehr wohltuend gewesen sei – vor allem das Zusammentreffen und der Austausch mit anderen betroffenen Familien.

Bei der Matinée der Stiftung in Syke, berichteten zwei jungen Frauen offen über das Leben mit ihren unheilbar erkrankten Geschwistern.

Bei der Matinée der Stiftung, die in diesem Jahr 10 Jahre alt wird, schilderten zwei junge Frauen sehr bewegend und beeindruckend, wie das Familienleben oft zu kurz gekommen ist. So seien spontane Aktivitäten gemeinsam selten möglich gewesen. Sie richteten sich zudem jedesmal nach dem Gesundheitszustand der erkrankten Geschwister Auch manche Schulfreunde lehnten Besuche bei ihnen ab und hätten sie so aus der Gemeinschaft ausgeschlossen.

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