Theater spielen für Löwenherz

"Die Physiker" Projektgruppe möchte das Kinderhospiz in Syke unterstützen

Die geplante Aufführung der "Physiker" ist das zeitaufwendigste Projekt. Dazu ein Interview mit den Hauptdarstellern Gesche Nietfeld und Malte Abel.
Von Svenja Bruns und Svenja Vierke

Frage: Worum geht es in dem Stück?
Gesche: Es geht um die Heilanstalt Les Cerisiers, die von der schrillen Ärztin Mathilde von Zahnd geleitet wird. Dort werden innerhalb kurzer Zeit zwei Morde an Schwestern verübt. "Newton" und "Einstein", zwei der Physiker, die sich in der Anstalt in Behandlung befinden, werden verdächtigt. Der dritte, Johann Wilhelm Möbius, behauptet, ihm erscheine König Salomon. Zuvor hatte der Physiker die Weltformel entdeckt - was das weitere Geschehen und sein merkwürdiges Verhalten damit allerdings zu tun haben, wird noch nicht verraten.
Frage: Welche Personen spiet ihr?
Malte: Ich spiele einen der drei Physiker, nämlich Möbius.
Gesche: Und ich bin Frau Dr. Mathilde von Zahnd, eine der weiteren Hauptrollen.
Frage: Könnt ihr euch mit den Figuren identifizieren?
Gesche: Ja, schon ein bisschen, vor allem in ihrem emotionalen Handeln finde ich mich wieder. Ich glaube, sonst wäre es auch sehr schwer, ihre Person so echt und realistisch darzustellen.
Malte: Bei mir ist es wohl die Vergesslichkeit, die mich mit Möbius verbindet. Außerdem bin ich auch oft mal ein wenig durcheinander, gerade jetzt beim Proben der Texte.
Frage: Wie seid ihr auf die Idee mit dem Projekt gekommen?
Gesche: Frau Meinen, unsere damalige Deutschlehrerin, hielt das Drama für geeignet, um es einzuüben und sie wusste, dass zumindest ein Teil unserer Klasse sehr theater- und spielbegeistert ist. Ohne Frau Meinens großes Engagement wäre das nie möglich gewesen. Wir waren sicherlich nicht immer einfach und es lief auch nicht immer alles perfekt, aber sie hat trotzdem mit uns weitergearbeitet.
Frage: Und wie lange probt ihr schon?
Malte: Also, richtig angefangen haben wir im Februar.
Gesche: Da wir Frau Meinen nicht mehr im Unterricht haben, mussten wir unsere Proben auf den Nachmittag verlegen. In dieser Zeit und im Kunstunterricht wurden dann auch die Kulissen und Requisiten mit Unterstützung von Frau Hartung hergestellt.
Frage: Was passiert mit dem Erlös?
Gesche: 50 Prozent davon gehen an das Kinderhospiz Löwenherz in Syke.
Malte: Dort werden schwerkranke Kinder gepflegt und umsorgt. Pfleger und Ärzte sorgen mit Unterstützung der Familien dafür, dass die Kinder die Zeit bis zu ihrem Tod so angenehm wie nur irgend möglich empfinden.
Gesche: Wir werden das Hospiz auch selber noch besuchen. So kann man auch sicher sein, dass das Geld da wirklich ankommt. Von den anderen 50 Prozent werden unsere Ausgaben bezahlt und es wird ein Theaterfond gegründet, der den späteren Theatergruppen als hilfreiche Unterstützung dienen soll.