Kicken für und mit Löwenherz

Syker Kurier
Beim Freundschaftsturnier der F-Jugend des TuS Syke stellte das Hospiz ein Team

Syke. Bei diesem Hallenfußball-Turnier, zu dem die erste F-Jugend des Turn- und Sportvereins (TuS) Syke eingeladen hatte, konnte und sollte niemand verlieren. Jeder Teilnehmer bekam am Ende einen Pokal und für das Kinderhospiz Löwenherz kamen 855 Euro und ein nagelneuer Servierwagen zusammen.

"Wir wollten einmal etwas nicht nur für, sondern auch mit den Löwenherz-Kindern tun", beschreibt Trainer Harald Helms den Ausgangspunkt für dieses besondere Freundschafts-Turnier. Deshalb wurden nicht nur Mannschaften der befreundeten Sportvereine aus Lahausen, Ristedt, Barrien und Syke eingeladen, sondern auch Löwenherz. Die Idee, dass Geschwister von Löwenherzkindern zu einem Fußballteam zusammenkommen, wurde mit Begeisterung aufgenommen. Beim ersten Spiel (gegen das Team des TSV Barrien) war die Löwenherz-Mannschaft noch nicht ganz komplett. Die Gastgeber, die erste F-Jugend des TuS Syke, half deshalb mit ein paar Feldspielern und einem Torwart aus. Trotz der Unerfahrenheit der Gruppe reichte es immerhin für ein Unentschieden. Aber schon beim zweiten Gegner, der Mannschaft des TSV Weyhe-Lahausen, zeigten sich die Schwächen bei den Löwenherz-Kickern und sie verloren haushoch. Schließlich hatten sie es auch schwer, denn viele von ihnen spielen eigentlich kein Fußball und als Team haben sie sich erst am Sonnabend kennen gelernt. Es sollte gemütlich werden, beschrieb Harald Helms das Ziel des sportlichen Vormittags, und alle sollten ihren Spaß haben.
Jeweils zehn Minuten dauerte ein Spiel. Matthias Kiy, pädagogischer Mitarbeiter bei Löwenherz, hatte seine Gruppe gut motiviert. Er lobte und ermunterte die Spieler, und sorgte mit zahlreichen Auswechslungen dafür, dass alle auf ihre Kosten kamen.
Aber mit der zeit kam auch die Erfahrung und der Mut wurde größer, so dass die Löwenherz-Fußballer schließlich auch einen Sieg davon trugen. Am Ende, nach rund drei Stunden am Sonnabendmorgen, waren alle zufrieden.
In den Wochen vor dem Turnier hatten die Gastgeber zahlreiche Preise für die Tombola gesammelt, denn sie sollte das Geld für Löwenherz bringen. "Viele Firmen haben uns großzügig unterstützt", lobte Helms die Spendierfreudigkeit. Die guten Preise sorgten auch dafür, dass alle Lose innerhalb von 90 Minuten restlos verkauft waren. Zusammen mit dem Erlös vom Küchentresen und den Startgeldern kamen 855 Euro zusammen. Außerdem hatten der TSV Weyhe-Lahausen für jedes Tor noch zehn Euro aus der Vereinskasse draufgelegt, insgesamt 140 Euro. Auf einem - ebenfalls gespendeten - Servierwagen wurde der Erlös an Ort und Stelle übergeben.
Den Spielern hat es Spaß gemacht, den Eltern und Gästen auch, bilanzierte Harald Helms den Vormittag. In einem Jahr soll es deshalb eine zweite Auflage geben.