Bremer Löwenherz-Büro feierte fünfjähriges Jubiläum

Pressemitteilung - Syke, 19.11.2012

Geburtstagsgäste würdigten die Arbeit des Teams für die Familien

Bremen - Mit einem Empfang hat der Ambulante Kinderhospizdienst Löwenherz Bremen und Umzu am Sonnabend den Beginn seiner Arbeit in den Büroräumen in der Hansestadt gefeiert. Mehr als 50 Geburtstagsgäste waren zur Feier erschienen: Haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter, Eltern, Vereinsmitglieder, Vernetzungspartner, Interessierte.

Fanny Lanfermann, Leiterin der ambulanten Kinderhospizarbeit bei Löwenherz, betonte in ihrer Begrüßung, wie rasant der Dienst in den vergangenen Jahren gewachsen sei: Mehr als 50 Familien mit unheilbar erkrankten Kindern wurden seitdem von den Ehrenamtlichen begleitet. In sechs Schulungskursen wurden bisher 68 Ehrenamtliche auf ihre Aufgabe vorbereitet, der siebte Kurs mit weiteren zwölf Begleitern findet derzeit statt. Sie dankte den Familien für ihr Vertrauen, das sie den Ehrenamtlichen schenken. Ein großer Dank gebühre auch den Koordinatorinnen Susanne Claus und Thekla Monnerjahn sowie Gabi Lanver und Karin Willenberg aus dem Büroteam für ihre Flexibilität und das große Engagement. „Sie haben hervorragende Arbeit geleistet." Für die Zukunft wünschte sie sich mehr Männer unter den Ehrenamtlichen. „Zur Zeit haben wir leider nur einen Alibi-Mann."

Der ambulante Dienst sei bereit, dass begonnene Netz für die Familien weiter zu knüpfen, sagte Dorothea Bobzin vom Löwenherz-Vorstand. Wenn es um Kinder gehe, sei nur das Zusammenspiel aller Beteiligten gedeihlich. „Wir können bei der Arbeit voneinander lernen," beschrieb sie die Haltung. „Dabei sind wir immer auf Augenhöhe, keiner ist besser oder schlechter – er hat nur andere Erfahrungen." Katrin Engelbrecht, Mutter eines unheilbar erkrankten Sohnes, sagte, sie habe ursprüngliche große Vorbehalte gehabt, sich helfen zu lassen und sei zunächst sehr skeptisch gewesen. Mit der Ehrenamtlichen Sabine Haasis habe sie jedoch eine große Unterstützung erhalten. „Es ist ein sehr gutes Gefühl, mit ihr einen absoluten Rückhalt zu haben. Das beruhigt mich sehr und dafür bin ich sehr dankbar."

Dr. Henning Scherf, ehemaliger Bremer Bürgermeister und Löwenherz-Botschafter, lobte die umfassende Hilfe für die Familien und ihre erkrankten Kinder. „Ihre Arbeit wird ganz breit in der Öffentlichkeit als wichtige Aufgabe wahrgenommen. Ich hätte nie gedacht, dass das gelingt, denn viele Menschen laufen vor diesem Thema weg und wollen nichts damit zu tun haben. Ich hoffe sehr, dass es so weiter geht und die Eltern sich getragen und unterstützt fühlen." Dr. Heidemarie Rose, Abteilungsleiterin im Bremer Sozialdezernat, wies darauf hin, dass auch für die Helfer Unterstützung nötig sei. Um die Kinder zu schützen, bräuchten die Eltern ebenfalls Hilfe. Die ambulante Begleitung sei eine wunderbare Arbeit, für die die Ehrenamtlichen großen Respekt verdienten.

Der Ambulante Kinderhospizdienst Löwenherz Bremen und Umzu begleitet in der Region zurzeit 30 Familien mit einem unheilbar erkrankten Kind. Die ehrenamtlichen Kinderhospizbegleiter fahren in der Regel ein Mal pro Woche für einige Stunden zu den Familien und unterstützen, wo sie am meisten gebraucht werden: Sie beschäftigten sich mit dem erkrankten Kind, gehen mit ihm spazieren, spielen mit den Geschwistern oder helfen bei den Hausaufgaben und geben so den Eltern Freiraum.

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