Aktionsreicher Kirchensonntag

Quelle: Westfälische Nachrichten, 02.04.2012

Palmprozession, Osterkerzenverkauf und zwei Ausstellungen

Von Christoph Pieper

Westerkappeln - Gleich vier Aktionen haben am Sonntag an der St. Margaretha-Kirche stattgefunden. Anlässlich des Palmsonntags hatte die Pfarrgemeinde nicht nur zur traditionellen Palmprozession eingeladen, es gab auch einen Osterkerzenverkauf zum guten Zweck und zwei Ausstellungen zu sehen.

Gleich vier Aktionen haben am Sonntag an der St. Margaretha-Kirche stattgefunden. Anlässlich des Palmsonntags hatte die Pfarrgemeinde zur traditionellen Palmprozession eingeladen. Da am ersten Sonntag im Monat immer ein Kindergottesdienst stattfindet, waren es auch vor allem Kinder, die sich um 11 Uhr mit bunt verzierten Buchsbaumstöcken am Reinhildis-Haus trafen.

In Anlehnung an die biblische Geschichte vom Einzug Jesu in Jerusalem begrüßte Pfarrer Dr. Norbert Tillmann die Kinder auf dem „Ölberg", um mit ihnen symbolisch durch das Kidrontal nach Jerusalem einzuziehen.

Angeführt von einigen Kommunionskindern zog die Prozession dann unter hebräischem Gesang in die Kirche ein. Dabei kamen sie an einem kleinen Verkaufsstand vor der Kirche vorbei, auf dem die Firmlinge der sechsten Klasse selbstgestaltete Osterkerzen verkaufte. Unter dem Motto „Helfen, wo man helfen kann" sammelten die Kinder dabei Spenden für das Kinderhospiz „Löwenherz" in Syke.

Mit dem Betreten der Kirche kamen die Besucher am Sonntag dann auch gleich an zwei Ausstellungen vorbei. Zum einen gab es einen großen Tisch, mit jeder Menge Kinderbüchern, zum anderen die Ausstellung zum Thema „Landraub".

Diese Ausstellung wurde von Zehntklässlern des Emsland-Gymnasiums Rheine unter der Leitung des Westerkappelner Diplom-Theologen und Religionslehrers Martin Möllenkamp erstellt und macht auf den Landraub in Afrika, Asien und Südamerika aufmerksam.

Große Industriestaaten raubten der armen Bevölkerung Ackerboden, um Nahrungsmittel für ihre eigene Bevölkerung zu produzieren. Mit großen Plakaten von der evangelischen Hilfsorganisation „Brot für die Welt", setzt sich diese Ausstellung mit einigen exemplarischen Beispielen der Ausbeutung Dritte-Welt-Länder auseinander und beantwortet auch die Frage, was Gott mit dieser Thematik zu tun hat. In der Abendmesse wurde die Ausstellung am Sonntag offiziell eröffnet und kann von jetzt an bis zum 30. April im Eingangsbereich der St. Margaretha Kirche besucht werden. Veranstalter und Träger dieser Ausstellung sind neben der Schule ein Umweltbildungsverein und der Hügelkreis.