Wochenendseminar

offen für Löwenherz-Ehrenamtliche aus der ambulanten Familienbegleituneg

23./24.03.2019 - Die erste Zeit danach
27./28.04.2019 - Klänge, die die Seele berühren
18./19.05.2019 - Aufstellungsarbeit: Meine Rolle als Begleiter/in im System Familie
06./07.07.2019 - Spielerisch lernen, Grenzen zu setzen

WOCHENENDFORTBILDUNG 6

Die erste Zeit danach -

Vom Umgang mit Toten und ihren Zugehörigen

Wenn ein Mensch gestorben ist, kann er nicht mehr herumlaufen, nicht mehr sprechen. Es gibt keinen Blickkontakt mehr. Die vertrauten Kommunikationsformen sind unterbrochen, trotzdem ist sein Körper präsent. Der Verstorbene ist gleichzeitig da und nicht mehr da.

Mehr und mehr finden die Menschen wieder ihre eigenen Rituale und Wege, um für ihre Toten Sorge zu tragen und die Körper zu verabschieden. Insbesondere Kinder – wenn man sie denn lässt – erleben die Zeit am Totenbett sehr bewusst und intuitiv verstehend.

Zunehmend wächst die Einsicht (oder kehrt zurück), dass Sterben, Tod und Trauer wichtige Phasen des Lebens sind und wir auch die Tage mit dem verstorbenen Menschen als kostbare Zeit – unsere Zeit – gestalten können. Die Eindrücke dieser Stunden und Tage sind oft wichtig und hilfreich für den weiteren Trauerprozess.

An diesem Wochenende geht es darum, sich die eigenen Erfahrungen und Fähigkeiten im Umgang mit Toten und ihren Zugehörigen, vor allem den Kindern, in den ersten Stunden und Tagen nach einem Todesfall, bewusst zu machen und zu erweitern.

Referentin: Jan Suren Möllers, Kulturanthropologe, seit 2003 als Bestatter tätig im eigenen Institut "memento" in Berlin. Er arbeitet vor allem in den ersten Stunden und Tagen mit den Toten und ihren Zugehörigen und schließt damit an die Arbeit von Pflegenden und Begleitenden im Hospiz an.

Offen für: Löwenherz-Ehrenamtliche aus der ambulanten Familienbegleitung

Termin: 23./24.03.2019

Ort: Die Freudenburg, Amtsfreiheit 1a, 27211 Bassum

Kursnummer: WE1-06-19

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WOCHENENDFORTBILDUNG 7

Klänge, die die Seele berühren -

Der Einsatz von Klangschalen in der Hospizbegleitung

Kinder begegnen den Klangschalen sehr neugierig. Sie können die Klänge hören und auch fühlen. Schnell spüren sie eine Atmosphäre von Ruhe, Vertrauen und Geborgenheit, die ausgeht von den an Obertönen reichen Klängen.

Als Kinderhospizbegleiter/in begegnen Ihnen häufig vielschichtige Bedürfnisse und Anliegen der Kinder, Eltern und Geschwister. Die Arbeit mit Klängen kann hier eine Verbindung oder Brücke sein, um:

  • über die Schwingung des Klanges mit den Kindern in Verbindung zu kommen.
  • Geschichten und Rituale mit Klang zu begleiten.
  • spielerisch mit dem erkrankten Kind, den Eltern oder/und Geschwistern mit dem Klang zu experimentieren.

An diesem Wochenende können Sie die wohltuende Wirkung von Klängen erleben. Gemeinsam tauchen wir ein in ein Land der Fantasie sowie des Spürens und Experimentierens.

Referentin: Angelika Heiligenstadt: Heilpraktikerin mit eigener Praxis in Lilienthal, seit 10 Jahren Klangschalentherapeutin, Begleitung von Menschen jeden Alters.

Offen für: Löwenherz-Ehrenamtliche aus der ambulanten Familienbegleitung

Termin: 27./28.04.2019

Ort: Evangelische Heimvolkshochschule Loccum e.V., Hormannshausen 6-8, 31547 Rehburg-Loccum

Kursnummer: WE1-07-19

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WOCHENENDFORTBILDUNG 8

Aufstellungsarbeit:

„Meine Rolle als Begleiter/in im System Familie“

Wie können Sie sich in Ihrer Rolle als Helfer/in so einbringen, dass Sie dem Kind und der Familie die bestmögliche Unterstützung bieten und gleichzeitig gut für sich sorgen? Wie geht ein bestmögliches Miteinander aller Beteiligten mit dem Blick auf das Ganze?

An diesem Wochenende möchte ich mit Ihnen gemeinsam die besonderen Systeme von Familien mit schwerstkranken Kindern und die Notwendigkeit von Unterstützung erforschen. Was sind die Wirkfaktoren, die in Familien, in denen Themen wie Krankheit, Tod und Trauer die Lebensrealität bestimmen, wesentlich zum Tragen kommen (können)?

Gemeinsam suchen wir Antworten auf diese und andere Fragen. Dabei reflektieren wir unsere eigene Rolle in dem System und finden auf diese Weise mehr Sicherheit in unserer Tätigkeit als Begleiter/in.

Seit vielen Jahren begleite ich Menschen in ihrer persönlichen Entwicklung. Dabei mache ich immer wieder die Erfahrung, wie wesentlich die eigene Herkunfts- oder auch Gegenwartsfamilie unsere Arbeit, unseren Umgang mit anderen Menschen beeinflusst. So ist es hilfreich, auch von diesem Blickwinkel – den der eigenen Biografie – auf das System Familie zu schauen. Dies kann oft zu einem tieferen Verständnis für die Dynamiken führen, denen wir in der Tätigkeit als Familienbegleiterin begegnen (können).

Referentin: Claudia Budelmann, Familien- und Systemaufstellerin, Integralis® Therapeutin für Einzel-und Paartherapie Integralis Bremen.

Offen für: Löwenherz-Ehrenamtliche aus der ambulanten Familienbegleitung

Termin: 18./19.05.2019

Ort: Die Freudenburg, Amtsfreiheit 1a, 27211 Bassum

Kursnummer: WE1-08-19

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WOCHENENDFORTBILDUNG 9

Spielerisch lernen, Grenzen zu setzen

Für andere da sein und gleichzeitig auf die eigenen Grenzen achten und diese erkennbar für mein Gegenüber ausdrücken: Eine Herausforderung, die viele Familienbegleiter/innen sehr gut kennen. Diese zu meistern ist eine wichtige Voraussetzung, um auch intensive oder langfristige Begleitungen authentisch und mit Freude zu erleben.

Mit liebevollem Blick wenden wir uns den eigenen Grenzen zu. Spielerisch üben wir uns in Wahrnehmung und unseren vielfältigen, individuellen Ausdrucksmöglichkeiten. Auf diese Weise stärken wir einen guten Kontakt zu uns selbst und gleichzeitig zu unserem Gegenüber.

Die eigenen Grenzen zu kennen und sie durch innere Haltung, Körpersprache und Präsenz auszudrücken erleichtert den Umgang mit schwierigen, komplexen und sehr emotionalen Situationen. Wir segeln leichter durch einen oft stürmischen und fordernden Alltag.

Mit Hilfe von Übungen mit und ohne Sprache – auf jeden Fall mit Leichtigkeit und Spaß! – bietet dieses Seminar die Möglichkeit, sich darin auszuprobieren und einen spielerischen Umgang mit den eigenen Grenzen und denen der anderen zu finden.

Referentin: Birgitta Illerhaus, Kursleiterin für Improvisationstheater und Bühnenpräsenz, Inklusionspädagogin.

Offen für: Löwenherz-Ehrenamtliche aus der ambulanten Familienbegleitung

Termin: 06./07.07.2019

Ort: Katholische Akademie Stapelfeld, Stapelfelder Kirchstraße 13, 49661 Cloppenburg

Kursnummer: WE1-09-19

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