Flaschen leer – Spendenkasse voll

Quelle: Schaumburger Zeitung & Landes-Zeitung , 02.01.2019

Soldaten sammeln 710 Euro Pfandgeld und spenden es dem Kinderhospiz „Löwenherz“

BÜCKEBURG. Ein Herz für Kinder hat der in Bückeburg stationierte II. Zug der 3. Kompanie des Feldwebel-/Unteroffizieranwärterbataillons bewiesen. Die Soldaten sammelten Pfand und konnten schlussendlich 710 Euro an das Kinderhospiz „Löwenherz“ in Syke spenden.

Der Durst ist gestillt, die Pfandflasche leer, wohin mit ihr, wenn man sie nicht zurückbringen kann oder möchte? In den Mülleimer werfen? Diese Fragen stellen sich seit Anfang Juli den Angehörigen des zweiten Ausbildungszuges nicht mehr. Sie sammelten ihre Flaschen, um den Erlös zu spenden. Dabei kamen in zwölf Wochen 710 Euro zusammen. Der Großteil der Soldaten steht am Beginn ihrer militärischen Karrieren. Sie haben in Bückeburg vor allem gelernt, sich wie Soldaten zu verhalten und zu kämpfen. „Dabei beschreiben Engagement, Ideenreichtum und Leistungswillen den Lehrgangsalltag der angehenden Unteroffiziere“, sagt Oberfeldwebel Christian Unger, der Zugführer des II. Zuges: „Dass meine Soldaten auf ihr Pfand verzichten und es karitativen Zwecken zuführen wollen, zeugt für mich von dem Willen, anderen Menschen in Not zu helfen. Das ist gerade für unsere zukünftigen Unteroffiziere eine sehr wichtige Eigenschaft.“

Das Kinder- und Jugendhospiz Löwenherz in Syke kümmert sich vor allem um die Begleitung von jungen Menschen mit tödlich verlaufenden Krankheiten, bei denen eine Heilung ausgeschlossen scheint. Das Hospiz setzt vor allem auf Ehrenamtliche Helfer und ist für die laufenden Ausgaben auf Spenden angewiesen.

Die Verbundenheit des II. Zuges zum Hospiz kommt über den Zugführer. „Ich stehe voll hinter der Arbeit des Hospizes und habe bereits Ende 2017 unter unseren Ausbildern dafür gesammelt“, sagt Oberfeldwebel Unger, „damals sind 350 Euro zusammengekommen. Dass wir dieses Mal nur über das Pfand mehr als das Doppelte zusammenbekommen haben, freut mich umso mehr.“ Der Zugführer: „Für die jungen Soldaten ist diese Spendenaktion eine Möglichkeit, ihre Verbundenheit zu den Bürgerinnen und Bürgern entsprechend deutlich Ausdruck zu verleihen.“ r