Damenduell

Die Zuschauer dürfen sich auf einige temperamentvolle Szenen auf der Bühne freuen u2013 derbe Sprüche inklusive. Foto: Heidrun Meyer

Quelle: Rotenburger Rundschau, 06.02.2018

Niederdeutsche Bühne spielt Theater: Vorverkauf ab 3. Februar

Sittensen. In der Aula des Ludwig-Otto-Ehlers-Hauses in der Könighofallee spielt die Niederdeutsche Bühne des VfL Sittensen wieder Wintertheater und bringt das „Damenduell“, einen bäuerlichen Schwank in drei Akten von Bernd Gombold, auf die Bühne – ins Plattdeutsche übertragen von Hertha Pape aus Hamersen. Die Premiere ist am Sonntag, 11. Februar, um 16 Uhr, seit November ist das neunköpfige Ensemble bereits am Proben.

„Dass wir genügend Spieler haben, um dieses temporeiche Stück aufführen zu können, ist ein echter Glücksgriff. Von Anfang an ist ordentlich was los. Es geht richtig zur Sache, inklusive Handgreiflichkeiten und manch’ derbem Spruch“, kündigt Regisseur Gerhard Brunkhorst an.

2004 hat die Niederdeutsche Bühne den Dreiakter schon einmal in anderer Fassung und unter einem anderen Titel gespielt. „In dieser Neuauflage wird er zum ersten Mal auf Plattdeutsch dargeboten“, so Brunkhorst. Inzwischen üben die Akteure auch mal samstags. „Ganze Übungstage einzuschieben, hat sich bewährt. Da ist der Kopf freier, weil man nicht vom Berufsalltag belastet ist“, verrät Pressewart Carsten Köhn. 

In dem Stück bewirtschaftet Witwer Hannes Klindworth (Gerd Kaiser) seinen Bauernhof gemeinsam mit dem einzigen Sohn Steffen (Hendrik Ehlen). Mit der Hausarbeit stehen sie eher auf Kriegsfuß, daher soll Steffen endlich heiraten. Der ist jedoch der Meinung, auch Hannes könnte noch einmal unter die Haube kommen, damit das Chaos im Haus endlich ein Ende hat. 

Auch bei Nachbar Eugen Ahlers (Dirk Detjen) stehen sich die Generationen unversöhnlich gegenüber. Sohn Franz (Eike Gerken) drückt sich vor jeglicher Arbeit, mit Frauen hat er nichts am Hut. Als Hannes schließlich den Hof Steffen überschreiben will und dazu Notar Sebastian Siegel (Jürgen Meyer) einbestellt, muss er feststellen, dass das nicht so einfach ist. Hannes nutzt daraufhin geschickt die Wettleidenschaft seines Sohnes aus und schlägt ihm eine Abmachung vor: Wer von beiden zuerst heiratet, soll den Löwenanteil vom Hof bekommen. Steffen nimmt an. 

Beide wollen dem anderen zum Glück verhelfen und suchen unabhängig voneinander zwei Frauen, jeweils Mutter und Tochter. Diese Vier (Regina Drösemeyer, Heike Meyer, Silke Klindworth, Sandra Brinkmann) treffen bald darauf auf dem Hof aufeinander und das Chaos ist perfekt. 

Hinter der Bühne ist wieder ein bewährtes Team im Einsatz: Anke Jürs als Souffleuse, Technik-Verantwortlicher ist Wilfried Fricke und um die Maske kümmert sich Heike Meyer, für den Bühnenbau ist Friedel Hancker zuständig. Der 88-Jährige übernimmt diese Aufgabe seit fast 40 Jahren, Hans-Jürgen Holst unterstützt ihn seit zehn Jahren dabei. Regie und Gesamtleitung liegen bei Brunkhorst. 

Der Kartenvorverkauf startet am Samstag, 3. Februar, 9 bis 12 Uhr, bei Optic Noelte (Bahnhofstraße 14) in Sittensen, auch unter Telefon 04282/508500. Ab Montag, 5. Februar, gibt es dort die Karten zu den üblichen Geschäftszeiten. Neben der Premierenvorstellung am 11. Februar folgen weitere Aufführungen am Freitag, 16. Februar, 19.30 Uhr / Sonntag, 18. Februar, 16 Uhr / Freitag, 23. Februar, 19.30 Uhr / Samstag, 24. Februar, 16 Uhr und Sonntag, 25. Februar, 16 Uhr. Samstags und sonntags werden ab 14.30 Uhr Kaffee, Tee und selbstgebackene Kuchen und Torten angeboten. Wer sich mit einer Kuchenspende beteiligen möchte, meldet sich bei Ute Stache unter Telefon 04282/2265 oder per E-Mail an juergen-ute@gmx.net. Der Überschuss aus den Einnahmen kommt dem Kinderhospiz Löwenherz zugute.