Benefizkaffee: 35 Torten für das Kinderhospiz verkauft

Punkt 14 Uhr wird der Kuchentresen eröffnet - rund 20 Besucher warten in dieser Zeit schon vor der Tür. Quelle: Carina Bahl

Quelle: Neue Presse, 11.11.2018

Etwas Gutes zu tun, kann so lecker sein: Zum 27. Mal hat am Sonntag das Benefizkaffee Löwenherz in Altwarmbüchen geöffnet. Das Team aus 14 Ehrenamtlichen hatte zig Torten und Kuchen gebacken. Der Erlös geht eins zu eins an das Kinder- und Jugendhospiz in Syke.

Altwarmbüchen. Liebe geht durch den Magen, sagt man. Wie sehr, das haben am Sonntag die 14 Helferinnen beim Benefizkaffee in Altwarmbüchen bewiesen. 35 Torten, zig Kuchen und 34 Bleche Kekse haben die Frauen für den guten Zweck gebacken und verkauft. „Da muss man mit Herz dabei sein“, sagt Organisatorin Annette Schiphouwer – und manchmal auch mit der ganzen Familie: „Meine Mutter hat extra noch Getreidekissen zum Verkauf genäht.“

Jeder Cent geht an das Kinder- und Jugendhospiz

Dass die Großpackungen Sahne im Supermarkt am Sonnabend vor dem Benefizkaffee stets ausverkauft sind, das kennen die Altwarmbüchener schon. Im Akkord wird da in den Küchen gerührt, gebacken, verziert – schließlich sollen die schönsten Torten über den Tresen gehen. Für Schiphouwer bleibt es dennoch kurz vor dem Start aufregend: Kommen genügend Besucher? „Jeder Cent zählt, jeder Cent geht eins zu eins an das Kinderhospiz in Syke“, betont sie. Die Aufregung ist umsonst – auch an diesem Sonntag stehen schon lange vor der Eröffnung um 14 Uhr die ersten Besucher vor der Tür der Begegnungsstätte. Schlemmen und dabei etwas Gutes tun? Das hat nach 26 Benefizkaffees längst Tradition in Altwarmbüchen. Die Stammgäste kommen mit Tupperdosen, um noch ein paar Stücke mit nach Hause zu nehmen.

Seit Sommer wird gebastelt

Für Schiphouwer und ihr Team ist es das große Finale langer Vorbereitungen: „Seit Sommer bastele ich“, verrät die Organisatorin. 75 kleine Tüten, in denen sich 4,7 Kilo Kekse befinden, haben so eine Verzierung mit einem Löwen bekommen. „Meine To-Do-Liste ist ziemlich lang“, sagt Schiphouwer. „Kurz vorher frage ich alle ab, ob sie gesund sind und backen können. Die Liste der Sorten entsteht erst zwei Tage vorher.“

Bis zu 2200 Euro konnten schon am Tag danach an das Kinder- und Jugendhospiz in Syke überwiesen werden. Vor allem bei Rentnern ist die Veranstaltung beliebt. Am Ende ist das Alter der Spender aber egal: Hauptsache, es geht alles über den Tresen – und das ist bis auf ein paar Krümel auch an diesem Sonntag so. Für Sonderwünsche wäre das Team dennoch offen: „Wenn einer sagt, dass er kommt und einen gluten- oder laktosefreien Kuchen haben möchte, dann backe ich den“, verspricht Schiphouwen. An Unverträglichkeiten soll die leckere, gute Tat schließlich nicht scheitern.