Syker Kinder- und Jugendhospiz erhält 2 451 Euro aus Projekt „Wagenfeld singt!“

Löwenherz-Botschafter Wolfgang Schmitz (rechts) bedankte sich beim Organisationsteam des Projekts „Wagenfeld singt!“ (v.l.) Wolfgang und Ursel Schenk, Michael Kliche und Leta Henderson mit neuen, bunten Löwenherz-Kalendern für die Spende. © Russ

Quelle: Kreiszeitung, 23.11.2018

Lohnenswerte Erfahrung für Sänger und Löwenherz

Wagenfeld - Von Melanie Russ. Das Projekt „Wagenfeld singt!“ war gleich in doppeltem Sinn lohnenswert. Für die Sänger aus den verschiedenen Wagenfelder Chören mit ihren unterschiedlichen Musikstilen war es eine neue und inspirierende Erfahrung, gemeinsam ein Konzert vorzubereiten. Das Kinder- und Jugendhospiz Löwenherz in Syke, zu dessen Gunsten es am 28. September veranstaltet wurde, darf sich über eine Spende in Höhe von 2 451 Euro freuen. Den symbolischen Scheck überreichten die Organisatoren am Donnerstag an Wolfgang Schmitz, Botschafter des Kinderhospizes.

Das Geld stammt aus Spenden von Unternehmen und Publikum. Eintrittsgeld verlangten die Organisatoren nicht. Mit dem Erlös nach Abzug aller Kosten für die Vorbereitung und Umsetzung des Konzerts sind die Organisatoren sehr zufrieden.

Ausgangspunkt für das Projekt, dessen Anfänge auf das Jahr 2017 zurückgehen, war laut Michael Kliche vom Organisationsteam die Frage gewesen, was man tun könne, damit die „Auburg Stimmen“ nicht aussterben. Wie können die Menschen zum Mitsingen begeistert werden? Da es mehr als eine Handvoll Chöre im Ort gebe, habe man sich entschlossen, gemeinsam etwas zu machen. „Außerdem wollten wir möglichst viele für das Projekt gewinnen, die nicht in einem Chor singen“, erklärt Kliche.

Dieses Ziel haben die Organisatoren erreicht. Von den 24 Sängern im Projektchor waren acht nicht in einem anderen Chor organisiert. „Sie sind über neun Monate dabeigeblieben“, so Kliche. Das sei schon toll. Anschließend in einen der Wagenfelder Chöre eingetreten sei leider keiner von ihnen.

Michael Kliche, Chorleiterin Leta Henderson sowie Ursel und Wolfgang Schenk blickten während der Spendenübergabe auch auf die umfangreichen Vorbereitungen zurück. „Es waren viele organisatorische Fragen zu klären“, so Kliche. Sie mussten eine Genehmigung für die Nutzung der Grundschulaula einholen, sich über Versicherungsfragen informieren und schließlich eigens für das Konzert eine Veranstaltungsversicherung abschließen, eine Ausschankerlaubnis einholen und zusätzliche Noten für die vielen Sänger kaufen, da das Kopieren der vorhandenen Notenblätter gegen das Urheberrecht verstoßen hätte. „Das sind viele Faktoren, über die man sich am Anfang gar keine Gedanken macht“, erinnert sich Kliche.

Die viele Arbeit hat sich für Organisatoren und Chor allerdings gelohnt. Bis zum Veranstaltungstag hatte sie die bange Frage bewegt, ob denn auch viele Besucher in die Aula der Auburg-Schule kommen würden. „Als wir nach dem Einsingen in die Halle kamen, war sie voll“, erinnert sich Kliche mit einem strahlenden Lächeln. Leta Henderson war nicht nur von der Zahl der Besucher begeistert, sondern auch von deren Bereitschaft mitzumachen. Denn das war ja das Ziel des Projekts „Wagenfeld singt!“. „Wir haben es geschafft, dass das ganze Publikum mitsingt, noch bevor der Chor gesungen hat“, so Henderson.

Projektchöre sind aus Sicht der Chorleiterin eine gute Möglichkeit, Menschen zum Singen zu animieren, weil sie sich nach ihrer Erfahrung viele lieber für einen begrenzten Zeitraum verpflichten, statt sich langfristig in einem Verein zu binden. Trotz des Erfolgs von „Wagenfeld singt!“ ist eine Wiederholung nicht geplant. „Wenn wir noch mal ein Projekt machen, muss es etwas völlig anderes sein“, sagt Leta Henderson.