Husen will Türen öffnen

Während des Jahreskonzerts wurden Motto und Logo für das Kreisschützenfest 2019 in Husen vorgestellt. Foto: Hanne Hagelgans

Quelle: Westfalen-Blatt, 25.11.2018

Jahreskonzert der Stadt Lichtenau mit Bekanntgabe des Kreisschützenfest-Mottos

Lichtenau (WB/han). »Türen öffnen – Freunde gewinnen«, so lautet das Motto des Kreisschützenfestes, das im kommenden Jahr in Husen gefeiert wird. Bekannt gegeben wurde es während des Jahreskonzerts der Stadt Lichtenau.
 
Mit dem festlichen Abend in der vollbesetzten Schützenhalle ist der Reigen der Feierlichkeiten zum 975-jährigen Husener Dorfbestehen zu Ende gegangen. Schützenoberst Andreas Steffens sowie das Kreiskönigspaar Paul und Manuela »Ela« Paschen nutzten den Rahmen des Jahreskonzerts, um Logo und Motto für das Großereignis im kommenden Spätsommer zu präsentieren.

8o Husener hatten im Vorfeld ihre Ideen für ein passendes Motto beim Schützenverein eingereicht. 13 Vorschläge für ein Logo wurden gemacht. Entschieden hat sich die Jury schließlich für das Motto, das Elisabeth Beckmann sich ausgedacht hat, und für das von Melanie Ahle entworfene Logo. Zum Dank erhielten die beiden kreativen Damen ein Geschenk vom Schützenverein.

Wie es Brauch ist beim Jahreskonzert, das zum vierten Mal stattfand, standen auch besondere Ehrungen auf dem Programm. Ausgezeichnet wurden diesmal drei Unternehmen, die sich in außergewöhnlicher Weise für die Freiwillige Feuerwehr engagieren.

Das Kleinenberger Werk der Benteler Automobiltechnik, die Firma Quinte Landtechnik in Kleinenberg und die Firma Franz Schmidt in Atteln stellen ihre Mitarbeiter, die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr sind, frei, wenn während der Arbeitszeit ein Einsatz notwendig ist. Auch für Übungen und Fortbildungen der Feuerwehrmitglieder werden Freistellungen ermöglicht.

Wie in vielen ländlichen Kommunen, erläuterte Bürgermeister Josef Hartmann, sei trotz 286 Freiwilligen Feuerwehrleuten auch in Lichtenau die Tagesverfügbarkeit im Alarmfall ein Problem. Denn auch viele Feuerwehrleute pendelten zur Arbeit in die größeren Städte und seien so nur abends und nachts oder an den Wochenenden in ihrem Heimatort verfügbar.

Hinzu komme, dass das Verständnis der Arbeitgeber für das Feuerwehr-Ehrenamt aus betriebswirtschaftlichen Gründen abnehme. Umso wichtiger sei es, dass es auch Ausnahmen gebe, wobei das Engagement von Firmen wie Benteler, Quinte oder Schmidt von der Öffentlichkeit oftmals kaum wahrgenommen werde, lobte der Bürgermeister.

Auch eine stattliche Spende für einen guten Zweck, das Kinderhospiz Löwenherz, hat der Abend erbracht. Für 1000 Euro ersteigerte eine Bietergruppe mit Roland Brand, Matthias Kuska und den Unternehmen Prior und Ewers ein kleines Fachwerkhaus, das im Herbst im Rahmen des Husener Dorfmarktes entstanden war. Durch Spenden aus Reihen der Besucher wuchs die Summe auf 3000 Euro an.

Freuen dürfen sich auch die Jungen und Mädchen des Kindergartens Wunderland in Husen: Die erfolgreichen Bieter wollen ihnen das Spielhaus schenken.

Ebenfalls nicht zu kurz kam die Musik. Nach dem Auftakt des Kirchenchors St. Cäcilia Husen, der dirigiert von Raphael Schütte unter anderem mit dem flotten Lied »Ich hab getanzt heut Nacht« begeisterte, trat der Musikverein unter Leitung von Paul Stockhausen auf.

Die Musiker hatten zackige Märsche ebenso im Repertoire wie ein Medley der beliebtesten Songs aus Tanzfilmen von »Flashdance« bis »Dirty Dancing«. Das Tambourcorps unter Leitung von Hubert Fleckner überzeugte schließlich mit Märschen und »Super Trouper« von Abba, bevor beide Orchester zum Abschluss noch einmal gemeinsam spielten.