Endlich ein Platz für Kinderhospiz

"Löwenherzen" schlagen schneller

Jetzt schlagen die "Löwenherzen" schneller, denn endlich ha-ben sie ein Grundstück für den Bau des Kinderhospizes gefunden. Es liegt wie gewünscht in Syke, an der Straße Siebenhäuser/Alter Postweg und ist 5000 Quadratmeter groß. Wenn das Genehmigungsverfahren reibungslos läuft, dann könnte im Herbst der erste Spatenstich für das Haus gesetzt werden.

"Wir sind froh und glücklich, dass die hürdenreiche Suche endlich beendet ist", freute sich die Vorsitzende des Vereins "Kinderhospiz Löwenherz", Gaby Letzing. Denn einfach war die Standortsuche nicht gewesen (wir berichteten). Erst am Donnerstag hatten der Verein und der Eigentümer des Grundstücks am Stadtrand von Syke den Vertrag unterschrieben. Gaby Letzing: "Es ist für uns optimal, denn es liegt ruhig am Waldrand und in der Nähe ist sogar ein Streichelzoo möglich. In dieser Gegend wollten wir schon immer bauen.

Doch davor sind die Syker Kommunalpolitiker und die Stadtverwaltung am Zuge. Denn nur durch eine Änderung des Flächennutzungsplanes kann die Baumöglichkeit für das Kinderhospiz geschaffen werden.    

Die Weichen sind bereits gestellt: Der Syker Ortsrat habe das geplante Bauprojekt bereits befürwortet, freut sich die Vorsitzende. Gibt auch der Stadtrat am 22. März sein OK, dann wird es nach Einschätzung der "Löwenherzen" noch etwa sechs Monate dauern, bis der erste Spatenstich gesetzt werden kann - für ein Haus, dessen Bauweise exakt auf das Grundstück zugeschnitten werden soll. Damit die beste Lösung zum Tragen kommt, will der Verein einen Architekten-Wettbewerb organisieren und sich mehrere Lösungsmöglichkeiten vorstellen lassen.

Kostenvolumen für das Haus, in dem schwerstkranke und sterbende Kinder mit ihren Eltern betreut werden sollen: rund drei Millionen DM. Die Spendenbereitschaft der Bürger für dieses Projekt ist im Landkreis Diepholz beispiellos. Gaby Letzing: "Der Verein hat mit Hilfe der großen Spendenbereitschaft in der Bevölkerung ein Viertel der geplanten Baukosten zusammen." Da er das Projekt in eigener Regie realisieren möchte, ist er auf weitere Zuwendungen angewiesen. Träger des Hauses wird der Verein selbst, die Zusammenarbeit mit dem Johanneswerk in Bielefeld ist vom Tisch.

Buchstäblich handfeste Unterstützung haben dem Verein schon einige Baufirmen fest zugesagt. Denn sie wollen sich mit Materialspenden und Arbeitsleistungen am Bau des Kinderhospizes beteiligen.