Richtfest für Kinderhospiz "Löwenherz"

Zimmermeister wünschte Glück – Fertigstellung September
 

Sulingen/Syke – Richtfest für das erste Kinderhospiz Niedersachsens in Syke bei Bremen: Mit einer Zeremonie feierten Bauarbeiter, Nachbarn und Sponsoren bei strahlendem Sonnenschein und am Dienstag das "Fest der Handwerker" auf der "Löwenherz"- Baustelle. Zimmermeister Jörg Lühning trug den Richtspruch vor, schlug dreimal mit dem Hammer gegen das Holz und ließ mit Schwung eine gefüllte Schnapsflasche am Bau zerschellen. "Wie die Splitter fliegen, so soll das Glück des Hauses siegen", rief er den versammelten Gästen zu. Anschließend stießen die Handwerker auf das Wohl des Kinderhospizes an. Ein großer Richtkranz mit bunten Bändern schaukelte über dem Dach – von Nachbarn in Gemeinschaftsarbeit gebunden.

Löwenherz-Vorsitzende Gaby Letzing dankte den Handwerkern, die bei Kälte, Regen und Sturm alles mögliche unternommen hätten, um die durch den kalten Winter eingebüßte Zeit wieder aufzuholen. "Wir wissen, dass Sie sehr engagiert dabei waren und sich mächtig ins Zeug gelegt haben, damit der Bau schnell fertig wird." Zum Dank erhielten alle Handwerker das Maskottchen des Vereins geschenkt, den kleinen Plüschlöwen "Maximilian Löwenherz". Nach der Grundsteinlegung im November war die Geduld auf eine harte Probe gestellt worden. Denn Schnee und Frost hatte die Baustelle 13 Wochen lahm gelegt und zu erheblichen Verzögerungen geführt.
   
Mit dem Richtfest ist der Rohbau abgeschlossen. Noch im April werden die Fenster eingesetzt, dann beginnen die Innenarbeiten, berichtete Architekt Axel Rolf. Im September wird das Haus fertig gestellt und mit einem "Tag der offenen Tür eingeweiht. Am 1. Oktober beginnt der Betrieb.

Das "Kinderhospiz Löwenherz e.V." ist ein Modellprojekt und wird durch das Bundesministerium für Gesundheit und Soziales in Berlin und das Sozialministerium in Hannover gefördert. Ein großer Teil des Gesamtvolumens von 2,3 Millionen € kam durch Spenden von Firmen, Stiftungen und Privatpersonen zusammen. Das Haus hat acht Plätze für schwerstkranke Kinder sowie Zimmer für Eltern und Geschwister. Rund 150 Familien vorwiegend aus dem norddeutschen Raum werden jährlich aufgenommen.