Lions Club feiert

Der Lions Club Lüneburger Heide feiert heute in Soltau mit einem Empfang sein 40-jähriges Bestehen. Präsident Frank Urbaum, der sein Amt zum 1. Juli an Dr. Wolfram Franz abgeben wird, stellte anlässlich des Geburtstages zusammen mit seinem Nachfolger das vom Lions Club unterstütze Projekt "Kinderhospiz Löwenherz" vor.

Gruppe von Freunden

Lions Club Lüneburger Heide feiert heute 40-jähriges Bestehen/Viele Projekte angestoßen

Bau Soltau. 16 Personen gründeten 1964 in Fallingbostel den Lions Club (LC) Lüneburger Heide. Heute nun feiern die mittlerweile 39 "Lions" mit einem Empfang und einem Ball im Tagungszentrum Signal Iduna in Soltau mit geladenen Freunden und Förderern das 40-jährige Bestehen.

Präsident Frank Urbaum, der sein Amt zum 1. Juli turnusgemäß nach einjähriger Tätigkeit an Dr. Wolfram Franz abgeben wird, freut sich vor allem darüber, dass unter den 150 Gästen mit Dr. Robert Kuhlmann und Dr. Heinz-Georg Winnechen noch zwei im Club aktive Gründungsmitglieder anwesend sein werden. Ein Betrag der Einnahmen aus der heutigen Veranstaltung, bei der die "Partyband Harald Klocke" aus Verden für Tanz und Unterhaltung sorgt, geht als Spende an das Projekt "Kinderhospiz Löwenherz" (siehe anderen Artikel), das die Soltauer zusammen mit weiteren Lions Clubs aus der hiesigen "LC-Zone" seit rund zweieinhalb Jahren unterstützen.

"Man muss nicht reich oder mächtig sein, um bei uns aufgenommen zu werden." Und so sind die "Lions" laut Urbaum und Dr. Franz auch kein "elitärer Kreis". "Aber natürlich schauen wir schon darauf, Personen bei uns aufzunehmen, die durch ihren Einfluss bei unseren sozialen Projekten helfen und etwas bewegen können." Der Lions Club Lüneburger Heide, der laut Urbaum in den vergangenen 40 Jahren neben diversen Sachspenden in etwa 250 000 Euro für soziale Einrichtungen und Projekte sowie Vereine und Verbände gespendet hat, versteht sich aber nicht als Dauerfinanzierer".

Zweimal im Monat treffen sich die zurzeit 39 Mitglieder getreu ihrem Club-Motto "we serve - wir dienen", um "in einer Gruppe von Freunden mit dennoch unterschiedlichen Gesinnungen und Berufen zu diskutieren, Vorträge zu halten und vor allem soziale Projekte anzustoßen", so Urbaum. Zum "Kernvorstand" gehören ab dem 1. Juli neben dem neuen Präsidenten Dr. Franz noch Arno Hofmann (stellvertretender Präsident), Dr. Dirk Schultze (Sekretär) sowie die Schatzmeister Jürgen Dransfeld und Jochen Homann.

Die Mitgliederzahlen eines Lions Clubs bewegen sich häufig zwischen 35 und 45 Personen. Wenn es mehr werden, die sich von der Idee "infizieren lassen, sollte ein neuer LC gegründet werden, erklärte Dr. Franz. So sei vor mehr als 20 Jahren im November 1980 auch der Lions Club Böhmetal-Soltau entstanden. Stolz ist der Lions Club Lüneburger Heide auf seine langjährige Partnerschaft (Jumelage) mit dem Lionsclub Almelo (Niederlande), die 1969 unter der Regie des Gründungspräsidenten Dr. Erich von Hantelmann und dessen Frau Mareyke entstand. "Es war damals gar nicht so leicht, ein positives deutsch-holländisches Verhältnis aufzubauen, doch jetzt sind daraus viele intensive Freundschaften entstanden", so Urbaum

Hilfe für die betroffenen Eltern

Der Verein "Kinderhospiz Löwenherz" sorgt sich um Familien mit tödlich erkrankten Kindern

Bau Soltau/Sulingen. Der Verein "Kinderhospiz Löwenherz" besteht seit Mai 1998. Er wurde in Sulingen (Kreis Diepholz) von 27 Gründungsmitgliedern ins Leben gerufen und hat zurzeit mehr als 550 Mitglieder. Im Kinderhospiz Löwenherz können Mädchen und Jungen bis 18 Jahre mit tödlich verlaufenden Krankheiten sowie deren Eltern und Geschwister für einige Wochen aufgenommen werden. Hintergrund der Idee: Eltern können sich von ihrer täglichen Belastung erholen, das kranke Kind ist gut versorgt, die Geschwisterkinder werden nicht von der Familie getrennt. Auch die Begleitung am Lebensende ist im Kinderhospiz vorgesehen.

Das Haus hat acht Plätze. Jährlich werden rund 150 Familien vorwiegend aus dem norddeutschen Raum aufgenommen. Zu den Aufgaben des Vereins gehört es auch, das Thema "Sterben von Kindern" in der Öffentlichkeit gekannt zu machen und betroffene Eltern und Geschwister zu unterstützen. Die Idee für das Projekt entstand aus der praktischen Arbeit von Gaby Letzing, Inhaberin des ambulanten Kinderkrankenpflegedienst in Sulingen. Das erste deutsche Kinderhospiz wurde 1998 in Olpe (Nordrhein-Westfalen) eröffnet.

Das "Kinderhospiz Löwenherz" - die Inspiration für den Namen kam aus der Geschichte "Bruder Löwenherz" der schwedischen Schriftstellerin Astrid Lindgren - hat mit dem Stofftier-Löwen "Maximilian" auch ein Maskottchen. Der Verein sucht weitere Paten und Sponsoren, die die Arbeit sichern und unterstützen. Weitere Informationen gibt es im Internet bei www.kinderhospiz-loewenherz.de oder über die Telefonnummer (04242) 5 92 50.

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