Gut gespielt für eine gute Sache

Syker Kurier

"Fair Play" heizte dem Publikum in der Bassumer Schützenhalle ein / Für Löwenherz Spenden gesammelt
Von unserer Mitarbeiterin Verena Bösche

Bassum. Ordentlich feiern und dabei auch noch Gutes tun. Das war am Sonnabend bei der Oldie-Fete mit der Band "Fair Play" möglich, die zu Gunsten des Kinderhospizes Löwenherz in der Bassumer Schützenhalle stattfand. Die Sache kam gut an, die Halle war proppevoll.

"Ich hatte ja Bedenken, ob die Bassumer das wohl annehmen würden", meinte Organisator Robert Krause aus Harpstedt. Aber diese Bedenken waren überflüssig - die Bassumer strömten in Scharen in die Halle. Und "Fair Play" machte es den Besuchern leicht, schnell in gute Stimmung zu kommen. "Oldies handgemacht" versprachen die Musiker und ihre Musik machte einfach nur Spaß. Rasch wurde die Tanzfläche gestürmt.

Das Besondere an dieser Formation ist, dass sie eine reine Benefiz-Band ist. Die fünf Musiker kamen vor 15 Jahren zusammen, um Gutes zu tun. Mit ihrer Musik wollen sie möglichst viel Geld machen, aber nicht für sich selber, sondern für Menschen, die es nötig brauchen. "Wir spielten bislang für die Litauenhilfe, die Hondurashilfe, für Karl-Heinz Böhms Organisation "Menschen für Menschen" und heute Abend für das Kinderhospiz Löwenherz in Syke", erklärte Gitarrist und Sänger Hans-Georg Niesel, der im Berufsleben Bürgermeister von Lohne ist. Sein Markenzeichen, der Hut, wurde von Robert Kramer auch zum Sammeln von Spenden für die Löwenherzkinder genutzt.

Völlig begeistert zeigte sich auch Löwenherz-Vorstandsmitglied Jens Hannekum. "Eigentlich wollte ich ja bis 22 Uhr nicht tanzen, damit ich mich nicht umziehen muss", meinte Hannekum, der um diese Zeit eine kleine offizielle Begrüßungsrede hielt und kurz das Hospiz vorstellte. "Aber das habe ich nicht geschafft."
Wie alle anderen Gäste hielt es auch Hannekum nicht lange auf dem Stuhl. Bei den flotten Liedern, die die Band spielte, konnte man fast gar nicht anders, als sich auf die Tanzfläche zu begeben.

"Wir machen Musik, weil uns Musik Spaß macht." Diese Aussage der Band merkte man den Musikern an. Die Spielfreude der jung gebliebenen Musiker war nicht zu überhören und übersehen. Gemeinsam erreichen die fünf Musiker ein Alter von über 250 Jahren. Also die Oldies, die sie spielten, die haben sie noch selber erlebt. "Whatever you want" brachten sie den Titel von Status Quo. Aber eigentlich wollte man nicht mehr. Die tolle Musik und die Stimmung reichten an diesem stimmungsvollen Abend völlig aus.