Die Eckners und die Enten

Kreiszeitung Bremen
Von Thomas Kuza

Bremen - Ein Hauch von Entenhausen am Osterdeich. Drollige gelbe Kunststofftierchen, die von aufgeregten Zuschauern angefeuert werden. Das soll es geben. Aber: Frisierte Enten mit Mini-Antrieb - so etwas soll es beim nunmehr dritten Bremer Entenrennen am Sonntag, 28. August, nicht geben. Um Manipulationen auszuschließen, bekommen die Teilnehmer ihre Enten vor dem Rennen gar nicht in die Hand gedrückt. Das Motto ist klar wie Wasser: Gleiche Chancen für alle.
Wer an dem Spektakel auf der Weser teilnehmen möchte, kann für fünf Euro die Patenschaft für eine Renn-Ente übernehmen, erklärt Organisator Frank Eckner. Jeder Pate bekommt ein Los mit Nummer und zwei Abschnitten. Der ausgefüllte Teilnehmer-Abschnitt muss bei den Veranstaltern abgegeben werden, damit die passend zu den Losen nummerierten Renn-Enten nach dem Zieleinlauf ihren jeweiligen Paten zugeordnet werden können.
Die codierten Enten werden zeitgleich ins Weserwasser gelassen. Per Knopfdruck. Dann heißt es nicht "Wasser marsch!", sondern: "Ente los!" Am Ziel - in Höhe Theaterschiff - soll dann ein Notar stehen. Er kontrolliert, dass die Enten in der korrekten Reihenfolge aus dem Wasser genommen und ihre Nummern richtig notiert werden. Es soll halt ausgeschlossen werden, dass irgendjemand einen Grund zum Quaken findet. Der Zieleinlauf wird trichterförmig gestaltet.
Nun denn. Die Patenschaften gibt es im Vorverkauf. Und ab Freitag, 26. August, auf dem Veranstaltungsgelände am Osterdeich. Eine Stunde vor dem Start endet der Verkauf. Zu haben sind auch Mini-Enten, die nicht ins Weserwasser kommen, wohl aber bunt und phantasievoll gestaltet werden können - für den Gestaltungswettbewerb. Wie auch immer: Wer fünf Euro für eine Teilnahme am Enten-Spektakel ausgibt, spendet automatisch für das Kinderhospiz Löwenherz in Syke. Ein Euro pro verkaufter Ente fließt an Löwenherz, sagen die Veranstalter. Vorverkaufsstellen für das Entenrennen sind unter anderem: Roland-Center, Transocean-Tours, Galeria Kaufhof. Außerdem: Ikea in Brinkum, Hornbach, Wal-Mart. Und: Bremens Tourist-Information.
Neben Entenrennen und Gestaltungswettbewerb gibt es noch einen dritten Programmpunkt: Das so genannte "Promin(enten)rennen". Auf dem Theaterschiff an der Tiefer werden einige Prominente erwartet - darunter Roberto Blanco und Rudi Carrell. Und Heinz Eckner - er ist schließlich der Vater des Entenrennen-Organisators Frank Eckner.
Die berühmten Gäste sollen nicht nur zuschauen, sondern - mit besonders großen Enten - einen eigenen Wettbewerb austragen. Dabei ist dann auch so manches erlaubt. Zum Beispiel die Beeinflussung des Rennens mit einem Wasserschlauch. Nach dem Rennen sollen die signierten Prominenten-Enten versteigert werden. Der Erlös geht ebenfalls an das Kinderhospiz Löwenherz, hieß es.