Jeder Labyrinthbesuch hilft "Löwenherz"

Kreiszeitung
Syker Zeitung

Landwirt Gerd Brüning lädt in Lahausen zum Bummel durch die grüne Pracht ein

LAHAUSEN (yk) Die Schilder wurden gestern Vormittag in den Boden gerammt, damit war das Maislabyrinth von Landwirt Gerd Brüning in Lahausen für die Öffentlichkeit freigegeben. In der Nähe der Erdgasförderstätte in Lahausen mit gutem Zugang über das Neddernfeld, ist das Labyrinth leicht zu erreichen.Unterstützt wurde Gerd Brüning von seinen beiden neuen Hof-Eleven, Andreas Hölzle (17) und Sönke Schulenberg (18). Außerdem war noch der 13-jährige Tobias Meyer mit dabei. "Ich habe den Hof von Gerd Brüning mal mit meiner Klasse besichtigt", erzählt der Grundschüler. "Er ist hängen geblieben", schmunzelt Gerd Brüning. "Immer, wenn er Zeit hat, kommt er auf den Hof und hilft. Wie jetzt in den Ferien. Wir nennen ihn mittlerweile die ,gute Seele' vom Hof."Nachdem im Frühjahr das Maisfeld bepflanzt worden war, "das haben noch Alexander Löhrke und Annemette Evers, die Vorgänger meiner jetzigen Auszubildenden gemacht", musste der Mais erst einmal wachsen."Als er etwa zehn Zentimeter hoch war, wurden mit einer Fräse mit einem Meter Arbeitsbreite die Wege herausgefräst. Dafür haben wir uns natürlich einen Plan gemacht", berichtet Brüning. Entlang der freigefrästen Flächen wuchs der Mais in die Höhe. Jetzt hat er rund 2,50 Meter Höhe erreicht, und der Marsch durch das Labyrinth kann beginnen.Brünings Helfer sind natürlich schon durchs Labyrinth gelaufen. Eine Abwechslung im sonstigen Arbeitsalltag auf dem Hof, denn sowohl Andreas Hölzle wie auch Söhnke Schulenberg sind ein Jahr auf dem Hof, um dort einen Teil ihrer landwirtschaftlichen Ausbildung zu absolvieren. Söhnke aus Stuhr-Feine ist seit dem 15. Juli auf dem Lahauser Anwesen und muss noch bis zum 14. Juli 2006 dort lernen. Andreas Hölzle kam am 2. April aus Bayern und wird ebenfalls ein Jahr bei Gerd Brüning bleiben. "Der Kontakt kam durch private Beziehungen meiner Mutter zustande", erzählt er. Mutter Hölzle singt in einem Chor, der wiederum hat einen Partnerchor in Weyhe, da war der Weg zu Bauer Brüning auch nicht mehr weit, als Andreas einen Ausbildungsplatz suchte. "Mit 17 Jahren ganz schön mutig, so weit weg", findet Gerd Brüning. Andreas Hölzle jedoch nicht: "Meine Schwester war schon mit 17 ein Jahr in Australien."Wer ins Labyrinth geht, wird um eine geringe Eintrittsgebühr gebeten, den Erlös soll ,Löwenherz' bekommen", sagt Brüning. Ein Kassenhäuschen gibt es natürlich nicht,"ich vertraue einfach darauf, dass diejenigen, die im Feld waren, vorher oder anschließend bei mir vorbeischauen und das Geld in die Löwenherz-Dose stecken.