Gemeinsam mit Konstantin Wecker die Löwenherzhymne gesungen

Syker Kurier

Münchner Liedermacher ist Mitglied des Vereins und war bei seinem ersten Besuch im Kinderhospiz von der Syker Einrichtung sehr beeindruckt

Von unserem Redakteur
Eckehard Schörken

Syke - "Löwenherzen können strahlen, bunte Wunderwelten malen, jeder der ein solches hat, wird nicht mehr so schnell schachmatt", sang Konstantin Wecker; und mit ihm der ganze Kreis, der sich Ostermontag um den bekannten Liedermacher im Kinderhospiz "Löwenherz" geschart hatte.

Es war der erste Besuch Weckers in dieser Einrichtung, für die er das Lied komponiert hatte. Der Text dieser Löwenherzhymne stammt aus der Feder von Heidi Schroeder. Die CD ist im Dezember 2003 erschienen.

Konstantin Wecker, der mit der Bassumerin Annik Berlin verheiratet ist und vor geraumer Zeit seinen Wohnsitz von Bassum wieder nach München verlegt hat, ist seit Jahren Mitglied des Kinderhospizes in Syke und erinnert sich an die Geburtsstunde der Löwenherzhymne: "Es war schon anrührend, den Text zu singen".
Nun konnte er sich selbst ein Bild von der Einrichtung machen, die ihre Aufgabe darin sieht, Familien mit einem oder mehreren schwerkranken Kindern eine Phase der Erholung zu bieten. Außerdem sollen sie für den vor ihnen liegenden schweren Weg gestärkt werden, denn Kinder, die in Syke auf Zeit eine intensive Betreuung erfahren, leiden an einer tödlich verlaufenden Krankheit, bei der Heilung ausgeschlossen ist.

Bis zu 28 Tage im Jahr können Eltern und Geschwister der schwerkranken Kinder in dem Hospiz aufgenommen werden. "Im ersten Jahr des Bestehens wurden 80 Kinder betreut, acht von ihnen sind inzwischen gestorben, drei davon bei uns," berichtete Gaby Letzing, die Leiterin des Hauses und Vorsitzende des Vereins Kinderhospiz Löwenherz. "Es ist nicht einfach für die Eltern, die hierher kommen, zu sich selbst zu finden. Die Pflege ihres schwerkranken Kindes anderen zu überlassen und sei es auch nur für ein paar Stunden. Sie sind in der Rolle der allumsorgenden Mutter oder des Vaters so fest eingebunden, dass sie erst allmählich auch mal an sich denken können. Wir gehen in solchen Fällen sehr behutsam vor, bieten unsere Hilfe an, drängen uns aber niemals auf", erklärt Letzing das Arbeitsverständnis ihres Teams.

Anders als in Krankenhäusern sei die Betreuung der schwerkranken Kinder und Jugendlichen stets an deren Bedürfnissen ausgerichtet. Der gesamte Tagesablauf erfolge nicht nach einem starren Schema, sondern werde flexibel dem Tagesrhythmus des Kindes angepasst. Dem Hospiz stehen dafür 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Verfügung. Viele von ihnen sind als Teilzeitkräfte tätig.

Konstantin Wecker, der bei seinem Besuch von seiner Ehefrau begleitet wurde, war von der Arbeit des Kinderhospizes sehr beeindruckt. "In unserer Gesellschaft werden