Auf den Spuren von „Löwenherz“

Ritter besuchten Kinderhospiz
 
LANDKREIS (bw). „Auf den Spuren von Richard Löwenherz wandelten 15 junge Knappen und Mägde am Wochenende beim Kinderhospiz Löwenherz. Der Bund der Barden und der Ritterschaft Bremens nahm sie mit auf eine Zeitreise ins 12. Jahrhundert.

„Neben der Betreuung von Familien im Kinderhospiz haben wir von Anfang an auch Fortbildungen angeboten, es kamen Erholungswochenenden für Mütter und Aktionen für Väter hinzu“, erklärte gestern der pädagogische Mitarbeiter Jens Hannekum. „Im vergangenen Jahr haben wir dann auch ein kleines Zeltlager für die Geschwisterkinder aus den Familien, die im Haus betreut wurden, organisiert.“ In diesem Jahr hatte die Schaukampfgruppe „Hastings“ dem Kinderhospiz ihre Unterstützung angeboten. Da lag es nahe, ein kleines Heerlager vorzubereiten. 15 Kinder im Alter von acht bis 13 Jahren meldeten sich an, und am Sonnabend startete das Abenteuer.

Die Teilnehmer wurden mit Leinentunikas mittelalterlich gewandet, und Ritter der Gruppe „Hastings“ und vom „Deutschen Schwertorden“ brachten ihnen das Leben im Mittelalter nahe.

Die Teilnehmer waren begeistert. „Kreuzfahrer“ Mathias Peschel, „Wikinger“ Sebastian Wollborn und Schwert-Ordensritter Stefan Obronczka erzählten anschaulich über das Leben, die Bekleidung und die Gebräuche der damaligen Zeit. Besonders spannend fanden die Kinder natürlich die Rüstungen und die Waffen. Unter Anleitung durften sie dann selbst Bogenschießen und den Schwertkampf üben. Da ließen die Ritter aber nicht mit sich spaßen und achteten genau darauf, dass den Kindern nichts passieren konnte.

Stefan Obronczka: „Unser Schwertkampf ist wie eine Choreographie, jede Bewegung wird genau eingeübt.“ Tobias mochte das Bogenschießen am liebsten.“ Auch Artem begeisterte sich für Pfeil und Bogen: „Beim Schwertkampf habe ich Angst, etwas auf die Finger zu bekommen.“ Das große Lagerfeuer am Sonnabend hatte Stella am besten gefallen. Da hatten die Bremer Ritter eine besondere Überraschung organisiert. Der Barde Baldur und vier Freunde spielten mittelalterliche Musik am Feuer. Die Nachwuchsritter übernachteten mit Luftmatratze und Schlafsack in Zelten. „Das ist ganz mollig warm“, freute sich Stella. Am Sonntagnachmittag konnten dann alle Kinder das Erlernte bei einem Rollenspiel einsetzen und ihren großen Vorbildern helfen, sich ihren Weg „durch den dunklen, gefährlichen Wald“ zu bahnen.