Skulptur für den Erinnerungsgarten

Pressemitteilung 02.02.2006
 

Bildhauerin stellte Kunstwerk-Entwurf für Kinderhospiz vor

Von unserem Redakteur Peter Schmidt-Bormann
 
Syke/Nordwohlde.
Die Nordwohlder Künstlerin Karin Rosenbaum hat eine Skulptur für das Kinderhospiz entworfen. Sie stellte das Modell am Rande der Klausurtagung des Löwenherz-Vorstandes in Bassum vor. Das fertige Kunstwerk soll auf einem kleinen Hügel im Erinnerungsgarten seinen Platz erhalten und Trauernden Trost spenden. 

Die Skulptur aus brasilianischem Seifenstein zeigt eine vierköpfige Gruppe, deren Mitglieder miteinander verbunden sind – und die dennoch einzeln stehen. Die Darstellung solle die Gruppe oder Familie dazu ermutigen, zusammen zu bleiben – wobei jeder gleichzeitig auch für sich allein stehe. „Die vier Figuren haben einen symbolischen Charakter. Eltern und Kinder können sich mit ihnen identifizieren – sowohl die größeren Kinder als auch die kleineren“, erläuterte die Künstlerin den Hintergrund.

Eine spiralförmige Bewegung führt von der Gruppe zu einem angedeuteten Kokon aus Schmetterlingsflügeln, in denen ein ewiges Licht brennen soll. Die Spirale stehe als archetypisches Symbol für den Weg zum Kern. „Auch Nicht-Christen verstehen dieses Symbol, es ist für alle Religionen universell“, sagte Karin Rosenbaum.

Die Künstlerin habe die Gestaltungswünsche und Kernaussagen des Vereins sehr beeindruckend umgesetzt, so Vorstandsmitglied Elke Grupe bei der Vorstellung des Entwurfs. „Die Skulptur strahlt sehr viel Wärme und Nähe aus. Ich kann mich in jeder einzelnen Personen wiederfinden. Sie bietet auch einen Platz, um das Leid anzunehmen und zeigt mir, dass ein Höheres Wesen da ist, das uns beisteht“.

Grundlage für die Skulptur, deren größte Figur 60 Zentimeter hoch sein wird, ist ein 450 Kilogramm schwerer Block aus brasilianischem Seifenstein. Er wird zunächst in vier Teile zersägt, die dann bearbeitet werden. Das Kunstwerk soll voraussichtlich im Frühjahr im Erinnerungsgarten des Kinderhospizes aufgestellt werden.