Grüne Bänder der Hoffnung

Pressemitteilung 07.02.2006
 
Weser Kurier

„Löwenherz“ in Syke öffnet am  Tag der Kinderhospizarbeit die Türen

Von Ralf Michel 
 
Syke.
Am Freitag, 10. Februar, wird bundesweit der Tag der Kinderhospizarbeit begangen. Das Kinderhospiz „Löwenherz“ in Syke lädt aus diesem Anlass zu einem „Tag der offenen Tür“ ein. Von 15 bis 18 Uhr sind alle interessierten Besucher herzlich in der Einrichtung in der Straße Siebenhäuser willkommen.

Ehrenamtliche und Mitarbeiter werden an diesem Nachmittag über die Arbeit mit den schwerstkranken Kindern berichten, heißt es hierzu in einer Pressemitteilung von Löwenherz. „Die Gäste könne sich die verschiedenen Räume im Kinderhospiz ansehen und die Angebote erläutern lassen“.

Anlass für diese Einladung ist der bundesweite Tag der Kinderhospizarbeit, der in diesem Jahr zum ersten Mal ausgerichtet wird und auf die Situation schwerstkranker Kinder und deren Familien hinweisen soll. Verbunden damit ist folgende symbolische Aktion: Als Zeichen der Verbundenheit sind alle Menschen dazu aufgerufen, grüne Bänder der Hoffnung als Zeichen der Solidarität an ihren Fenstern, Autoantennen oder Bäumen zu befestigen. „Das gemeinsame Band soll die betroffenen Familien mit Freunden und Unterstützern symbolisch verbinden“.

Am 10. Februar 1990 haben sich betroffene Familien im Deutschen Kinderhospizverein zusammengeschlossen, um das Thema schwerstkranke und  sterbende Kinder aus einem Tabubereich herauszuholen. Dieser Tag gilt daher als Beginn der Kinderhospizarbeit in Deutschland.

Das Kinderhospiz Löwenherz in Syke ist das einzige seiner Art in Niedersachsen und Bremen. Es hat acht Plätze für schwerstkranke Kinder sowie deren Eltern und Geschwister. Bis zu 150 Familien können hier pro Jahr zu Gast sein. Aufgenommen werden Kinder mit tödlich verlaufenden Krankheiten, bei denen eine Heilung nach dem heutigen Stand der Medizin ausgeschlossen ist. Dazu gehören Herzerkrankungen, Stoffwechselstörungen, schwere angeborene Fehlbildungen, Hirnschäden, Chromosomenerkrankungen, Krebs oder bleibende Schäden nach einem Unfall. Der laufende Betrieb wird zur Hälfte durch Spenden finanziert.