Ehrenamtlicher Hospizdienst

"Löwenherz" betreut ambulant schwerstkranke Kinder in Bremen
 
BREMEN (epd)Sieben Bremer Familien mit schwerstkranken Kindern werden derzeit von Ehrenamtlichen des "ambulanten Kinderhospizdienstes Löwenherz" begleitet. Die Familien seien oft über Jahre Tag und Nacht gefordert, sagte Koordinatorin Susanne Claus.

Zu "Löwenherz" gehört auch ein stationäres Kinderhospiz in Syke. Es bietet Platz für acht Kinder und Jugendliche, die dort bis zu vier Wochen betreut werden können. In dieser Zeit sollen sich die Eltern von der anstrengenden Pflege erholen.

Der ambulante Kinderhospizdienst für Bremen und Umgebung ist den Angaben zufolge im April vergangenen Jahres gegründet worden. Eine Schulung bereite die Ehrenamtlichen auf ihre Aufgabe vor, erläuterte Claus. Ein Kurs vermittele Informationen über unterschiedliche Krankheitsbilder, Reaktionen in Krisen und die Auswirkungen von Dauerbelastungen auf Familien. Dazu gehöre auch der Umgang mit Krankheit, Sterben und Tod.

"Die Kinderhospizhelfer unterstützen die Familien auf allen Ebenen", sagte die Koordinatorin. "Sie betreuen die schwerkranken Kinder, spielen mit den Geschwistern, entlasten die Eltern und haben ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte." Bisher seien 14 Ehrenamtliche ausgebildet worden. Der Bedarf sei aber sehr viel größer.

In Kürze will "Löwenherz" offiziell ein Büro in Bremen eröffnen. Bis dahin solle auch die Patin des ambulanten Kinderhospizdienstes vorgestellt werden, hieß es. Die Sängerin Sarah Connor und ihr Mann Marc Terenzi hätten sich entschlossen, die Arbeit zu unterstützen.