Spendensammlung nicht mit „Löwenherz“ abgesprochen

Wochentipp Syke, 1. Februar 2007

Kinderhospiz: „Das ist nicht unser Stil“
 
Syke – Der Verein Kinderhospiz „Löwenherz“ distanziert sich von einer telefonischen Spendenwerbung, die in seinem Namen vorgenommen wird. Mitarbeiter des „DFB-Aktiv e.V.“ (Deutscher Förderverein für Behinderten- und Jugendsport) aus Erfurt hatten in den vergangenen Wochen bei Bewohnern in der Region angerufen und sie zu Spenden für „Löwenherz“ aufgefordert.

„Löwenherz sammelt grundsätzliche keine Spenden durch telefonische Aktionen. Es ist nicht unser Stil, wahllos Menschen anzurufen und zu verlangen, Geld für das Kinderhospiz zu spenden oder Fördermitglied zu werden“, teilte Löwenherz-Geschäftsführerin Barbara Frerker am Freitag in Syke mit. Man wolle vielmehr durch gute Arbeit überzeugen und langfristig Freunde und Unterstützer gewinnen. Barbara Frerker: „Diese Aktion war nicht mit uns abgesprochen und auch nicht genehmigt“.

Empörte Bürger hatten im Syker Vereinsbüro angerufen und sich über die massive Sammelaktion beschwert, die angeblich von „Löwenherz“ in Auftrag gegeben worden war. Sie habe daraufhin sofort den Vorsitzenden des „DFB“ angerufen und ihm das weitere Auftreten im Namen von Löwenherz untersagt, erklärte die Geschäftsführerin. Sie hoffe, dass sich der Verein daran halte. 

Der Erfurter Verein hatte vor einigen Wochen um Informationen über „Löwenherz“ gebeten und Unterstützung in Aussicht gestellt. Daraufhin startete der „DFB“ von sich aus ohne Rücksprache oder weitere Hinweise die telefonische Spendenaktion.

Leser werden gebeten, sofort das Vereinsbüro zu informieren, wenn sie weiterhin Anrufe oder Briefe mit Spendenaufrufen zugunsten des Kinderhospiz „Löwenherz“ erhalten.