600-Kilometer-Ritt für guten Zweck

Sechs Emsländer reiten von Meppen über Wolfsburg nach Berlin und sammeln Spenden für Kinderhospiz
Von Volker Röpke

Quelle: Wolfsburger Nachrichten

WOLFSBURG. Auf ihrem Weg durch Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Berlin informieren die Hobby-Westernreiter über die Arbeit des Kinderhospitzes "Löwenherz" in Syke bei Bremen. Los geht der drei Wochen lange Trip am 4. Mai.

 

 

 

 

"Die Hälfte unserer Betriebskosten werden durch Spenden finanziert. Wir brauchen 500 000 Euro pro Jahr", sagt Heiner Brock, Sprecher des Vereins Kinderhospitz Löwenherz, "die Reiter machen aber auch Öffentlichkeitsarbeit für uns. Sie informieren Eltern darüber, dass dieses Angebot existiert."

Im "Löwenherz" gibt es acht Plätze für unheilbar kranke Kinder sowie acht Zimmer für deren Angehörige. Das Kinderhospiz ist die einzige Einrichtung dieser Art in Niedersachsen. Etwas Vergleichbares gebe es im Osten Deutschlands bisher nicht, so Brock. Die Teilnehmer des Rittes seien gut über das Hospiz informiert und könnten unterwegs Rede und Antwort stehen.

Die sechs Hobby-Westernreiter sind Jan Boll, Heinz Germer, Günther Ahlers, Peter Beetz, Bernd Book und Richard Roosmann. Mit einem Planwagen und sechs Pferden wollen sie täglich 30 bis 35 Kilometer auf wenig befahrenen Nebenstrecken zurücklegen. Übernachtungen planen sie unter anderem in Cloppenburg, Wildeshausen, Verden, Syke, Celle, Wolfenbüttel, Wolfsburg, Stendal, Brandenburg und Potsdam.

Am 26. Mai werden sie am Brandenburger Tor von dem Lingener Bundestagsabgeordneten Hermann Kues, dem Schirmherr des 600-Kilometer-Ritts, empfangen. Fünf der sechs Reiter sind berufstätig. Sie opfern ihren Urlaub für die Aktion.

"Ich habe immer von einem 1000-Meilen-Viehritt in Amerika geträumt. Dann kam ein Kollege und schlug vor, von West nach Ost zu reiten", sagt Richard Roosmann. Im Freundeskreis sei ihnen anschließend die Idee gekommen, den Spaß mit dem guten Zweck zu verbinden.

Infos zur Aktion gibt es bald im Internet: www.loewenherzritt.de.