Indianer, Trapper und Cowboys locken viele Besucher zugunsten der Löwenherz-Kinder

Quelle: Delmenhorster Kreisblatt 21.07.2008

Zweiter Tag des Wildwest-Festes auf der Chestnut-Farm ist ein voller Erfolg

Stuhr (bpf). Auch am zweiten Tag des Benefiz-Festes „Löwenherz im Wilden Westen“ zugunsten des Syker Kinderhospizes war die Steller Chestnut-Farm von Cord und Kerstin Preuss voller Besucher: Die Stände mit Schmuck, Traumfängern, Hüten und Flaggen waren umlagert, das Festzelt gefüllt, und Friedensrichter F. A. Cash hatte am Mittag auch schon eine Westernhochzeit mit weinender Braut und wallender Garderobe hinter sich gebracht.

„Ursprünglich hatte ich gar nicht ein so großes Fest geplant“, erzählt Cord Preuss im authentisch eingerichteten Tipi seiner Freunde Günter und Manuela Scheuk. „Um das Tipi der Scheuks und einen Grill herum wollte ich den Angehörigen der todkranken Kinder im Kinderhospiz Gelegenheit geben, einmal ihre Sorgen zu vergessen, und dabei einige Spenden für die Einrichtung sammeln. Aber je mehr Kontakte ich knüpfte, desto mehr Indianer und Cowboys, die sich sonst nicht auf kommerziellen Veranstaltungen zeigen, wollten helfen. Wenn ich das Kinderhospiz Löwenherz erwähnte, rannte ich offene Türen ein.“

Und so tobte nun auf seinem großen Hofgelände zwei Tage lang der Wildwest-Bär. Zum Teil von weit her kamen Eltern, Kinder und Fans, um authentische Westernluft zu schnuppern und der guten Sache zu helfen. Der Eintritt war frei, doch die große blaue Spendentonne am Eingang wurde eifrig gefüllt. Das Konzept war dabei einem Markt im Wilden Westen entlehnt. Stockbrotfeuer, Grillkessel und Getränkebuden standen vornean, die Handelsposten hatten ihre Buden an der Seite platziert.

Dahinter fand sich das Dorfgeschehen mit zahlreichen Tipis, in die die Besucher gerne einen neugierigen Blick werfen konnten und dort dann mit zahlreichen Informationen über die indianische Lebensweise versorgt wurden. „Die Besucher sind sehr interessiert und fragen viel“, freute sich Dirk Bohr vom Countrytreff, der mit seiner Greifvogelmütze einen der zahlreichen Blickfänge bot. „Zum Teil sind die Kinder kostümiert gekommen und wollten alles wissen über das Leben im Wilden Westen.“ Im nächsten Jahr soll das erfolgreiche Festkonzept nun eine Fortsetzung finden.