Beim Schulfest flogen die Teebeutel

Quelle: Jeversches Wochenblatt, 02.10.2008

Das Motto lautete „Küstenolympiade“ / Neuer Rosenbogen wurde eingeweiht

sande/os – „Vorsicht“, schallt es über den Schulhof. Und da fliegen den Vorübergehenden auch schon die Teebeutel um die Ohren – gebrauchte, versteht sich. Das hätte man sich natürlich denken können, bei dem Motto! „Küstenolympiade“ hieß es nämlich zum Schulfest im Schulzentrum Sande, und passend zum Thema hatten sich die Schüler einiges einfallen lassen. Neben dem „friesischen Mehrkampf“, bei dem auch die Teebeutel flogen, gab es auch Boßeln, Sandsäckewerfen oder Bobbycarrennen. Und vor allem wurden die Kenntnisse der Besucher über die heimische Region und die Olympiade an sich auf die Probe gestellt. In einem Quiz wollten die Schüler zum Beispiel wissen, warum schwarzer Wattboden stinkt oder warum überhaupt die Schafe auf dem Deich sind und welche Farben die olympischen Ringe haben. Ganz schön kniffelig für viele. Zudem gab es ein buntes Bühnenprogramm, eine Cafeteria und vieles andere. Die Schüler seien von der Olympiade vor wenigen Wochen noch so beeindruckt gewesen, dass sie das gleich als Motto für das Schulfest aufgegriffen hätten, erklärte Susanne Krenzel vom Lehrerkollegium. Zum Auftakt des Festes war der Rosenbogen am Eingang des Schulgartens eingeweiht worden. Eine Gruppe von Schülern hatte das Schmuckstück gemeinsam mit dem Lehrer Rudi Baran und mit Benno Willmann, Schmied auf der Hofstelle in Altmarienhausen, gearbeitet. Die Schüler bedankten sich für das Engagement des ausgebildeten Schmiedes mit einem Rosenstrauch. Beim Schulfest zeigten etliche Schüler am Schmiedefeuer und auf dem Amboss, was sie in dem Projekt gelernt hatten. Der Erlös des Festes kommt dem Kinderhospiz „Löwenherz“ in Syke zugute. Über diese Einrichtung informierten etliche Schüler. So zum Beispiel auch Mario Lorenz, Lisa Wolfteich und Malena Wübbena aus der 6 HS, die auch kräftig die Werbetrommel rührten und mit der Spendendose unterwegs waren. Sie hatten mit der Lehrerin Karen Liedigk im Unterricht etliche Ideen für eine Spende diskutiert. „Wir haben hier schon ziemlich viel, es ist gut, wenn wir auch etwas abgeben“, meinte Mario. „Und wenn man bedenkt, dass die Kinder dort alle sterben müssen, dann ist es doch gut, wenn sie noch ein paar richtig schöne und ruhige Tage dort haben“, ergänzte Lisa.