Schirmherr Thomas Schaaf zeigt sich vom bunten Treiben begeistert

Quelle: Delmenhorster Kreisblatt 16.06.08

Werder Bremens Cheftrainer stattet dem Nachwuchs-Meeting einen kurzen Besuch ab und erfüllt viele Wünsche

Delmenhorst (er). Kommt er oder kommt er nicht? Im Vorfeld des 5. McDonald’s Junior-Cups konnte die Frage, ob Thomas Schaaf dem Nachwuchs-Meeting die Ehre erweist, nicht beantwortet werden. Schließlich präsentiert sich der Terminkalender des Cheftrainer des Spitzenvereins Werder Bremen auch während der Bundesliga-Pause in einem prall gefüllten Zustand und der viel gefragte Übungsleiter muss über einen Mangel an Beschäftigung nicht klagen. In der Mittagszeit des ersten Veranstaltungstages stattete Schaaf dem Stadion einen kurzen Besuch ab.

„Ein paar Minuten“ könne er sich für dieses Jugendturnier Zeit nehmen, erklärte Schaaf eingangs eines Gesprächs mit dem dk. Der Besuch dauerte dann natürlich doch länger als „ein paar Minuten“, denn Schaaf verschaffte sich im Rahmen eins Rundgangs, den er in Begleitung der Chef-Organisatoren Michael Zoll und Manfred Imhoff absolvierte, einen Überblick und ließ sich über den Verlauf informieren. Der Schirmherr des Junior-Cups, der sich bereits vor einigen Wochen während einer Pressekonferenz sehr lobend geäußert hatte, sparte auch während seiner Stippvisite nicht mit positiven Kommentaren.

„Es ist einfach toll, was hier auf die Beine gestellt wird“, meinte Schaaf, der erstmals als Zuschauer beim McDonald’s Junior-Cup weilte. Die Begegnungen der Fußball-Europameisterschaft hingegen besucht er nicht: „Aber natürlich haben wir unsere Leute vor Ort, die die Spiele genau beobachten. Auch Klaus Allofs reist ab und zu zur EM.“ Er, so der prominente Trainer, sei schließlich mit der Vorbereitung der nächsten Saison beschäftigt. Und: „Man kann sich die Spiele ja auch im Fernsehen ansehen.“

Schaaf fungiert als Schirmherr des Delmenhorster Kicker-Highlights, weil die Verantwortlichen einen Teil des Erlöses dem Bremer Zentrum für trauernde Kinder, zu dessen Botschaftern der Coach gehört, zur Verfügung stellen (ein weiterer Teil geht an das Kinderhospiz „Löwenherz“). Schaaf engagiert sich sehr stark für dieses Zentrum und profitiert natürlich auch von seinen herausragenden Kontakten („Es ist mein Job, den Leuten das Geld aus den Taschen zu ziehen“). Die Einrichtung, der Schaaf „phantastische Arbeit“ attestiert, lebt ausschließlich von Spenden.

Bei seinem Stadionrundgang wird der Schirmherr natürlich immer wieder erkannt und mit der zumeist schüchtern vorgetragenen Bitte „Kann ich ein Autogramm haben?“ um seine Unterschrift gebeten. Der mit einem umfangreichen Erfahrungsschatz ausgestattete Profi Schaaf erfüllt die verschiedenen Wünsche bereitwillig, wobei natürlich – neben den Autogrammen – Fotos von und mit dem Promi ganz besonders hoch im Kurs stehen.
Wie sieht es denn mit dem eigenen Urlaub aus, Herr Schaaf? „Wir machen zwei Mal einen Kurzurlaub,“ lautet die Antwort. Schließlich sei es wichtig vor Ort zu sein, um reagieren zu können, wenn „was los ist“. Aber das mache ihm alles nichts aus: „Schließlich hat man sich diesen Beruf ja gewählt.“ Bereits am 3. Juli steht der Trainingsauftakt 2008/09 auf seinem Terminplan. Vom 14. bis zum 20. Juli halten sich der Fußball-Lehrer und seine Schützlinge auf Norderney auf. Doch im Gegensatz zu anderen Besuchern der schönen Nordsee-Insel verbringen die Bremer dort keinen Urlaub.

Natürlich gäbe es noch viele Fragen, die man an die Adresse dieses begehrten Gesprächspartners richten möchte. Doch der Werder-Trainer ist nicht wirklich nach Delmenhorst gekommen, um Interviews zu geben. Schließlich geht es ihm darum, sich einen Eindruck vom 5. McDonald’s Junior-Cup zu verschaffen. „War’s das?“, fragt der Gast. „Das war’s, Herr Schaaf. Vielen Dank für das Gespräch.“