Tore für Löwenherz

Quelle: Sonntags-Tipp 22.06.2008
Von Leif Rullhusen

Tore für Löwenherz

HEILIGENFELDE . „Toll. Das war gut.“ Trainer Heinz-Hermann Drescher ist nach dem Abpfiff sichtlich zufrieden mit seinem Team. Die G-Jugendkicker aus Habenhausen bezwungen ihre Gegner aus Bruchhausen-Vilsen verdient mit 1:0. „Wir hatten viel mehr Torchancen und hätten noch ein paar Treffer mehr machen können“, analysiert Drescher. Dafür war der einzige Ball im Netz ein besonders schöner. „Ein echtes Traumtor: Von der Mittellinie aus hat Louis den reingeschossen“, ist der sechsjährige Rick Priepke vom Treffer seines Mitspielers tief beeindruckt. Jetzt sind die Jungs aus Habenhausen überzeugt: „Das Halbfinale des Turniers schaffen wir“. Glaubt Rick.

Zu der Benefiz-Veranstaltung der SG Heiligenfelde zugunsten des Kinderhospizes Löwenherz treten an diesem Wochenende 20 Fußball-Mannschaften der G- und F-Jugend gegen das runde Leder. Rund 200 Spieler aus Süstedt, Neubruchhausen, Heiligenfelde, Stuhr, Dreye, Bruchhausen-Vilsen, Syke, Bassum, Neuenkirchen, Habenhausen, und von Werder Bremen kämpfen auf zwei Spielfeldern gegeneinander. Sie lassen sich allerdings deutlich weniger Zeit, als die EM-Kicker in der Schweiz und Österreich. Gestern Mittag startete die Veranstaltung auf dem Sportplatz in Heiligenfelde und bereits heute beginnen um 12 Uhr die Halbfinalspiele. Die beiden Endspiele im Anschluss daran bieten neben zwei Turniersiegern noch einen ganz besonderen Reiz. Pfeifen wird die Begegnungen der Bremer Bundesliga-Referee Peter Gagelmann. „Vielleicht auch schon die beiden Halbfinalbegegnungen“, hofft Organisatorin Nina Köhler vom SV Heiligenfelde. Sie atmete gestern nach dem reibungslosen Turnierauftakt erst mal tief durch. „Das ist Neuland für uns. Ein solches Turnier habe ich noch nie organisiert“, berichtet sie und gesteht: „Ich hatte vorher schon etwas weiche Knie. Man hat im Vorfeld Bedenken, etwas vergessen zu haben.“.

Wenn, dann aber wohl nichts wichtiges. Bei bestem Wetter startete der sportliche Verglich wie geplant. Die Mannschaften fighteten um den Ball, ständig begleitet von Kommentaren ihrer Eltern oder Trainer und unter den immer wachsamen Augen der Schiedsrichter. Neben den Spielfeldern wartete zur Unterhaltung noch eine Hüpfburg, eine Tombola, Torwandschießen und ein Torschuss-Speedmesser. Und am Abend konnten die jungen Spieler schon mal vom ganz großen Auftritt träumen: Bei der Übertragung des EM-Viertelfinales Russland gegen die Niederlande auf der Großleinwand. Denn auch daran hatte Nina Köhler selbstverständlich gedacht.