Ein guter Fang

Quelle: Ahlener Zeitung, 22.10.2009

Lengerich - Nach dem gelungenen Benefizangeln der NWA (Niedersächsisch-Westfälische Anglervereinigung) zugunsten des Kinderhospiz „Löwenherz“ in Syke im vergangenen Jahr gab es für die Britische Gruppe und für die Ortsgruppe Ibbenbüren keine Frage, diese Veranstaltung erneut durchzuführen.

An einem Sonntagmorgen trafen sich in aller Frühe die ersten Angler aus der Region am Zweigkanal in Osnabrück, um dort ein Hegefischen durchzuführen. Jeder der 75 Teilnehmer bekam gegen ein Startgeld einen Angelplatz zugelost und konnte vier Stunden lang die Vorkommen an Raub- und Friedfischen im neu ausgebauten Zweigkanal überprüfen, heißt es in einer Mitteilung der Angler.

Die Fische wurden vermessen, gewogen und anschließend schonend ins Gewässer zurückgesetzt. An den Haken gingen überwiegend Weißfische wie Rotfedern und Rotaugen, aber auch eine große Anzahl Barsche waren im Zweigkanal vorzufinden.

Einige Angelfachgeschäfte der näheren Umgebung hatten Sachpreise gespendet, welche nach dem Mittagsgrillen unter den erfolgreichsten Anglern aufgeteilt wurden. Damit hatte sich die geleistete Geldspende für einige schnell ins Positive gewendet.

Zu guter Letzt kam durch die Startgelder und durch eine Spende vom Fischereiverein Hasestrand Rieste eine Summe von 700 Euro zusammen. Dieser Betrag kommt in diesem Jahr dem „Förderkreis für psychisch Erkrankte und Behinderte e.V. Lengerich“ zu Gute, teilt die Ortsgruppe der NWA mit.

Die 13 geistig und psychisch behinderten Bewohner der vom Förderkreis unterhaltenen Wohnstätte für Behinderte in der Bergstraße freuen sich zusammen mit dem Vorsitzenden des Förderkreises, Konrad Lahmann, über die großzügige Spende. Die Übergabe der Spende erfolgte jetzt im Rahmen eines Frühstücks in der Wohnstätte.

Fünf Mitglieder der Angelvereinigung nutzten die Scheckübergabe als Gelegenheit, sich ausführlich über das Leben der Bewohner in der Wohnstätte Bergstraße zu informieren.

Der Förderkreis wird die Spende nach Angaben der Angler zur Durchführung von Freizeitmaßnahmen für die Bewohner der Einrichtung verwenden. Dadurch könnten ihnen Angebote gemacht werden, die üblicherweise nicht durch den Pflegesatz einer Behindertenwohnstätte abgedeckt seien.