Rückblick auf turbulentes Jubiläumsjahr

Pressemitteilung - Syke, 19.06.2009

Mitgliederversammlung des Vereins Kinderhospiz Löwenherz

Syke – Auf ein turbulentes Jahr blickte der Verein Kinderhospiz Löwenherz auf seiner Mitgliederversammlung am Donnerstag im Gasthaus Brüning in Syke zurück: Das zehnjährige Bestehen des Vereins wurde 2008 ebenso gefeiert wie die Eröffnung des Kinderhospizes vor fünf Jahren. Zugleich wurde die Stiftung ins Leben gerufen. Im Kinderhospiz stieg die Belegung deutlich, auch die ambulante Kinderhospizarbeit wuchs.

Im vergangenen Jahr kamen 114 verschiedene Kinder zu Löwenherz. „Wir haben damit eine Belegung von rund 82,8 Prozent erreicht“, berichtete Gaby Letzing, die Leiterin des Kinderhospizes. „Zählt man auch die Übernachtungen der Eltern und der Geschwister hinzu, hatten wir insgesamt 6220 Übernachtungen. Das ist gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 16,6 Prozent. Um der steigenden Nachfrage nachzukommen, wollen wir eine zweite Abteilung für die Größeren, die Jugendlichen und jungen Erwachsenen aufbauen“. Aufgrund der hohen Belegung habe man einige weitere Mitarbeiter eingestellt. Letzing: „Die kranken Kinder brauchen vor allem eines: „Zeit“  - und das ist sehr personal intensiv“. Die zahlreichen Spenden ermöglichten es, ausreichend Personal einzustellen, das sich liebevoll und mit Zeit um die Kinder und ihre Familien kümmern können.

Höhepunkte waren die Väterwoche, die Woche mit den Großeltern und die erste Jugendwoche. In den Ferienzeiten waren oft so viele Familien gleichzeitig im Haus, dass die Familienzimmer nicht ausreichten und größere Geschwister bei ihren Eltern im Zimmer übernachteten. „Um der steigenden Nachfrage nachzukommen, wollen wir eine zweite Abteilung aufbauen. Für die Größeren, die Jugendlichen und jungen Erwachsenen“, erläuterte Gaby Letzing.

Die ambulante Kinderhospizarbeit habe sich im vorigen Jahr so erfolgreich entwickelt, dass man zwei weitere Koordinatorinnen für den Bremer Dienst und die Vernetzung Niedersachsen eingestellt habe, teilte Vereins-Geschäftsführerin Barbara Frerker in ihrem Rechenschaftsbericht mit. In Niedersachsen arbeite man mit 26 Hospizdiensten zusammen und habe 45 Ehrenamtliche geschult, die jetzt in den Diensten Familien mit unheilbar erkrankten Kindern ambulant begleiten können. Im „Ambulanten Kinderhospizdienst Löwenherz Bremen und Umzu“ unterstützen die insgesamt 34 ehrenamtlichen Mitarbeiter jetzt 19 Familien zuhause.

Auf 40 Vorträgen und an 62 Infoständen erläuterten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Vereins die Arbeit. Unterstützer organisierten 189 Benefizaktionen. Im Vereinsbüro wurden mehr als 24.000 Spendeneingänge betreut und verwaltet. Die Zahl der Mitglieder stieg auf 1387, durchschnittlich 110 Ehrenamtliche waren in diversen Bereichen für den Verein aktiv.

Die wirtschaftliche Entwicklung sei sehr positiv verlaufen, erläuterte Barbara Frerker. „Dafür danke ich den vielen Freunden und Unterstützern sehr herzlich“. Das Geld wurde für die stationäre und die ambulante Arbeit verwendet und in die Rücklage gestellt.

 PM_MV_Loewenherz_19_6_09.pdf

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