Partner trennen sich

Quelle: radiobremen.de 25.06.2009

Kinderhospiz Löwenherz wird selbstständig

Das Kinderhospitz Löwenherz Syke im Kreis Diepholz macht sich komplett selbstständig. Seit der Gründung gehörte es zu einem Viertel einer Einrichtung aus Nordrhein-Westfalen. Jetzt teilte Löwenherz mit, dass die Partner zum Jahresende getrennte Wege gehen.

"Das Kinderhospitz Löwenherz kann auf eigenen Füßen stehen", sagt die Vorsitzende Gaby Letzing. Seit der Gründung waren die von Bodelschwinghschen Anstalten Bethel mit 25 Prozent an der Gesellschaft beteiligt. Die Einrichtung mit Sitz in Bielefeld habe allerdings deutlich weniger gezahlt, als ursprünglich geplant, so Letzing.

Finanzierung des Kinderhospiz ist gesichert - auch ohne Partner

Angst um die künftige Finanzierung der Einrichtung in Syke mache sie sich nicht. Das fehlende Geld würden treue Spender und Einsparungen bei Verwaltungskosten wieder einbringen. Ein weiterer Grund für das Beenden der Zusammenarbeit: Unterschiedliche Konzepte. Die Ostwestfalen bauen selber ein Kinderhospitz in Bielefeld - angegliedert an eine Spezialklinik. Krankenhausnähe lehnt das Kinderhospitz Löwenherz aber ab. Laut Letzing bleibe sich die durch Spenden und Pflegekassenzahlungen finanzierte Einrichtung treu. So können Eltern ihre Kindern im Endstadium beim Sterben begleiten. Oder bis zu vier Wochen das Kind intensiv betreuen lassen und sich dadurch selbst entlasten. Das Kinderhospitz Löwenherz beschäftigt rund 60 Mitarbeiter.