Tiefe Tuba anstatt klingelnder Glöckchen

Quelle: Schaumburger Nachrichten, 15. Dezember 2010

Von „Jingle Bells“ bis „Fluch der Karibik“: Beim Weihnachtskonzert der Bläserklassen am Wilhelm-Busch-Gymnasium haben junge Nachwuchsbläser der Klassen 5b und 6b ihren großen Auftritt gehabt – ob alleine oder in der Gruppe.

Stadthagen (kil). Für die Schüler der 5b war es sogar der erste gemeinsame Auftritt vor Publikum überhaupt. Trotzdem hatten sie es sich in den Kopf gesetzt, ohne einen Dirigenten aufzutreten.

Ganz ohne die Unterstützung ihres Klassen- und Musiklehrers Olaf Mengeling mussten sie aber nicht auskommen. Er gab seinen Schützlingen bei „Bruder Jakob“ und „Old McDonald had a farm“ am Schlagzeug Rückendeckung. Allein bei ihrem letzten gemeinsamen Stück verließ der Orchesterleiter gänzlich die Bühne. Seinen Part am Schlagzeug übernahm der junge Felix Gieseke.

Dass sie den Mut, ohne fremde Hilfe vor Publikum zu spielen, nicht nur in der Gruppe haben, sondern auch alleine, zeigten einige Solokünstler der 5b und 6b. So zauberte die Sechstklässlerin Bianca Ludwig auf der Posaune das liebliche „Somewhere over the Rainbow“ auf die Bühne. Ihre jüngere „Musik-Kollegin“ Dorothee Stehle aus Klasse 5b spielte am Klavier das schummrige „Memory“ aus dem Musical „Cats“ und Edvard Griegs „Morgenstimmung“. Wesentlich pompöser ging es da schon bei ihrem Klassenkameraden Leonard Schönberg zu. Der junge Trompeter präsentierte seinen Zuhörern einen Auszug aus der Filmmusik zu „Fluch der Karibik“.

Einen sehr ungewöhnlichen Auftritt hatten die beiden Mädchen Melissa Bergmann und Klara Schult. Zur Klavierbegleitung ihres Lehrers Mengeling spielten sie zusammen „Kling Glöckchen klingelingeling“ – auf der Tuba.

Mit konzertanten Stücken wie „New Alliance“ und einem bekannten Marsch aus Edward Elgars „Pomp and Circumstance“ zeigte im Anschluss die Bläserklasse der 6b, dass sie schon einiges an Erfahrung in Sachen Blasmusik mitbrachte. Mit dieser Erfahrung im Gepäck hatten die jungen Musiker im Vorfeld bereits auf dem Stadthäger Weihnachtsmarkt einige Stücke zum Besten gegeben. Die Einnahmen aus dieser Aufführung und aus dem Schulbasar, insgesamt 550 Euro, sollen nun an das Kinderhospiz Löwenherz gehen, wie Stefan Berger, Klassen- und Musiklehrer der 6b, berichtete.