Elf positive Beispiele

Quelle: Weser-Kurier, 24. November 2010

Stadt Syke verleiht Ehrenamtskarte an verdiente Freiwillige

Von Micha Bustian

Syke. Es war eine stille Veranstaltung, fast eine andächtige, die da gestern am späten Nachmittag im Ratssaal des Syker Rathauses stattfand. Dabei hätte es durchaus Grund zu offenen Freudenausbrüchen gegeben. Denn die, die dort geehrt wurden, hatten es wahrlich verdient. Liane Brockmann, Wolfgang Arbeiter, Claus-Dieter Wehmeier (alle Syker Tafel), Heide Wolter, Ilona Haberkamp (beide Kirchengemeinde), Gisela Hamann, Günter Budelmann, Rolf Hellfritsch (alle Kleingartenverein Ostland), Bernd Dannemann (Tischtennis-Kreisverband Diepholz), Kurt Wilhelm (TSG Osterholz-Gödestorf) und Birgit Stummeier (Kinderhospiz Löwenherz) bekamen die Ehrenamtskarte verliehen.

Keine Selbstverständlichkeit, wie Thomas Böhme von der Niedersächsischen Staatskanzlei feststellte: "Das ist keine Massenware, die Ehrenamtskarte erhält man nur für herausragendes Engagement." Wobei er sich sichtlich freute, in Syke vor Freiwilligen zu stehen, denn "Syke ist die erste Kommune im Landkreis Diepholz, die die Ehrenamtskarte angefordert hat. Das ist ein positives Beispiel."

Genauso wie die elf Ausgezeichneten. Bürgermeister Harald Behrens lobte sie in seiner Laudatio mit den Worten des niedersächsischen Ministerpräsidenten David McAllister: "Sie sind Gold wert." Eine lebendige Bürgergesellschaft wolle er in Syke haben, und "die zeichnet sich durch die Übernahme von Verantwortung für die Mitmenschen aus". Behrens versprach, eine schützende Hand über die Ehrenamtlichen zu halten: "Wir sind an ihrer Seite."

Die Geehrten wurden jeweils vorgestellt. Wolfgang Buchholz tat das für die Syker Tafel und freute sich über die Arbeit seines Trios: "Das ist sowas Gutes." Günter Budelmann, Inge Schmidt-Grabia, Ralf Rademacher und Fanny Lanfermann fanden warme Worte. Pastorin Albertje van der Meer wurde in ihren Ausführungen sogar biblisch und lag nah bei David McAllister, als sie formulierte: "Ich seid das Licht der Welt." Die klassischen Klavierstücke von Madara und Jan Möhlmann passten stimmungsvoll in die Veranstaltung, die Organisatorin Heike Wilhelm so hinbekommen hatte, wie sich die Stadt das vorgestellt hatte: stilvoll.