Ambulante Kinderhospizarbeit immer wichtiger

Pressemitteilung - Syke, 29.6.2011

Löwenherz-Mitgliederversammlung - 141 erkrankte Kinder mit Familien voriges Jahr im Kinderhospiz zu Gast – mehr als 7 200 Übernachtungen

Der Verein Kinderhospiz Löwenherz e.V. blickt auf ein sehr interessantes und erfolgreiches Jahr zurück. Das machte Geschäftsführerin Barbara Frerker auf der Mitgliederversammlung am Dienstag Abend im Vereinsgebäude „Treffpunkt Löwenherz" in Syke deutlich. Das wirtschaftliche Ergebnis sei positiv und es gebe weiterhin eine überwältigende Unterstützung durch Spender, Sponsoren und ehrenamtliche Mitarbeiter, erläuterte sie. „Dafür bedanke ich mich im Namen der Familien mit unheilbar erkrankten Kindern ganz herzlich."

Die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen seien im Bereich Öffentlichkeitsarbeit wieder sehr aktiv gewesen: Sie hielten 34 Vorträge, informierten an 80 Infoständen die Bevölkerung und wirkten bei 231 Spendenübergaben mit. Unterstützer organisierten 108 unterschiedliche Benefizaktionen für Löwenherz. Insgesamt 130 Ehrenamtliche unterstützten den Verein im vorigen Jahr: Sie waren in der Öffentlichkeitsarbeit aktiv, im ambulanten Dienst in Bremen, in den Büros in Syke und Bremen, im stationären Kinderhospiz und in den verschiedenen Gremien des Vereins.

Die ambulante Kinderhospizarbeit wird für Löwenherz immer wichtiger. Das betreffe sowohl den „Ambulanten Kinderhospizdienst Löwenherz Bremen und Umzu" als auch den anderen Bereich, die „Kooperations- und Vernetzungsarbeit in Niedersachsen", so Frerker. Die Ehrenamtlichen des Bremer Dienstes begleiteten im vorigen Jahr in der Region 22 Familien. Insgesamt 32 geschulte ehrenamtliche Begleiterinnen und Begleiter stehen für diese Einsätze bereit. Die Kooperations- und Vernetzungsarbeit in Niedersachsen wird ebenfalls bekannter. So bot Löwenherz erstmals ein 40-stündiges Zusatzmodul Pädiatrische-Palliative-Care für die Koordinatoren und Koordinatorinnen der kooperierenden Hospizvereine an. Bisher wurden 60 Ehrenamtliche aus insgesamt 31 Hospizvereinen in Niedersachsen geschult, die 39 Familien begleiteten.

In ihrem Bericht über das Kinderhospiz wies Gaby Letzing auf die große Nachfrage hin: So waren im vorigen Jahr insgesamt 141 erkrankte Kinder mit ihren Eltern und Geschwistern zu Gast. „Damit verzeichnete Löwenherz mehr als 7 200 Übernachtungen und eine Belegung von rund 90 Prozent", berichtete die Leiterin des Kinderhospizes. Bis zu 40 Kinder standen zeitweise auf der Warteliste. Vor allem in den Sommerferien sei es sehr eng geworden. Insgesamt starben 18 Löwenherz-Kinder.

Diese große Nachfrage sei auch einer Gründe für die Planung des Jugendhospizes, das neben dem Kinderhospiz entstehen soll. In einer Präsentation stellte sie die überarbeiteten Pläne für das neue Projekt vor. Der erste Spatenstich ist für Herbst dieses Jahres geplant, zum Winter 2012 soll der Betrieb aufgenommen werden. Die geplanten Baukosten liegen bei 3, 9 Millionen Euro. In dem neuen Haus können bis zu acht unheilbar erkrankte Jugendliche und junge Erwachsene sowie ihre Begleiter aufgenommen werden.

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