Mit aller Kraft für den guten Zweck

Quelle: Jeversches Wochenblatt, 23.8.2011

FRIEDEBURG

Von JOCHEN SCHRIEVERS

Hochklassiger Sport zugunsten des Kinderhospizes Löwenherz. Bereits zweite Auflage des Benefizspiels.

Spitzensport für einen guten Zweck wird heute in der Sporthalle Altes Amt Friedeburg geboten. Ab 19.30 Uhr stehen sich dann die Zweitliga-Handballer der HSG Nordhorn-Lingen und die Drittliga-Mannschaft des Wilhelmshavener HV gegenüber.

Bereits zum zweiten Mal hat die HSG Friedeburg/Burhafe dieses Benefizspiel auf die beine gestellt. Der gesamte Erlös der Veranstaltung geht an das Kinderhospiz Löwenherz. Sowohl die Handballer, als auch Schiedsrichter und Helfer verzichten auf Gagen und Entlohnungen. Auch die Gewinne der Getränke- und Essensstände sowie der Tombola werden komplett gespendet.

Im vergangenen Jahr sind so 5000 Euro zusammen gekommen. Und das, obwohl die Eintrittsgelder bewusst niedrig gehalten wurden. So zahlen Erwachsene fünf und Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren einen Euro.

Sportlich betrachtet ist es ein Aufeinandertreffen alter Bekannter. Noch in der vergangenen Spielzeit kämpften beide Mannschaften ind er 2. Bundesliga Nord um Tore und Punkte. In Wilhelmshaven trennten sich die Kontrahenten 20:20-Unentschieden. Im Rückspiel hatte die HSG Nordhorn-Lingen mit 34:30 die Nase vorn.

„Das waren bisher immer recht intensiv geführte Partien und oft knappe Angelegenheiten", erinnert sich Heiner Bültmann, Trainer der HSG Nordhorn-Lingen, an die Aufeinandertreffen mit den Jadestädtern. Im ersten Benefizspiel in Friedeburg hatte sich ebenfalls die HSG durchgesetzt. Mit 29:24 mussten sich die Wilhelmshavener geschlagen geben.

Für beide Teams ist es der letzte Test, bevor es am Sonnabend in die erste Runde des DHB-Pokals geht. Daher ist nicht damit zu rechnen, dass es noch konditionelle Defizite gibt. „Wir müssen nichts mehr ausprobieren, über diese Phase sind wir hinaus", beschreibt Heiner Bültmann den Stand der Vorbereitung. Vielmehr geht es darum, sich noch einmal Selbstvertrauen für die anstehenden Aufgaben im Pokal und der dann startenden Saison zu holen. Nicht mit dabei ist in Friedeburg allerdings Matthias Poll. Der 20-jährige Rückraumspieler erlitt bei einem Turnier in Hamburg am vergangenen Wochenende einen Bruch des Schienbeinkopfes. Doch Poll wird der einzige Ausfall auf Seiten der HSG sein. „Der Rest des Kaders ist fit. Wir werden sehen, dass möglichst alle Spieler ihre Einsatzzeiten kriegen", kündigte Bültmann an. Ähnlich äußerte sich auch WHV-Manager Dieter Koopmann. Auch bei den Jadestädtern geht es nur noch um den Feinschliff. „Ob es über 60 Minuten ein Härtetest wird, werden wir sehen. In erster Linie geht es darum, den Zuschauern guten Handball zu präsentieren", spricht Koopmann über seine Vorstellung der Partie.

Wie auch immer die Begegnung in Friedeburg enden wird, ein Gewinner steht schon fest: Das Kinderhospiz Löwenherz. Die Einrichtung in Syke ist auf Spenden und Hilfe von Außen dringend angewiesen. Das Kinderhospiz betreut todkranke Kinder und ihre Verwandten. Damit diese wichtige Arbeit fortgesetzt werden kann, hoffen die Organisatoren rund um Wilfried Starzonek, in diesem Jahr wieder ähnlich viel Geld spenden zu können, wie dies im Vorjahr der Fall war.