5.000 Besucher beim Rinderzuchtbetrieb

Quelle: Kreiszeitung, 15.6.2011

5 000 Besucher beim Rinderzuchtbetrieb der Familie Derboven zu Gast

Helzendorf· „Alles hat mitgespielt", mit diesen Worten und einem breiten Lächeln zog Hans-Konrad „Conny" Derboven eine erste Bilanz der Hoftage in Helzendorf.

Anlässlich ihres 50-jährigen Jubiläums hatte die Familie Derboven von Freitag bis Sonntag den Betrieb in all seinen Facetten der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und ein buntes Programm für alt und jung, Fachbesucher sowie Laien zusammengestellt.

Dank der zahlreichen von Unternehmen gesponserten Preise – zum Beispiel eine Reise nach Mecklenburg-Vorpommern – und vieler motivierter Losverkäufer kamen knapp 6 000 Euro bei der Tombola sowie durch separate Spenden zusammen. Das Geld wird laut Derboven für die Arbeit mit den Tschernobylkindern der Arche Nordholz, des Bücker Kindergartens und des Kinderhospiz „Löwenherz" zur Verfügung gestellt. „Ich bin mit der Spendenbereitschaft wirklich sehr zufrieden", freute sich Derboven.

Die Ausstellung von modernster Betriebstechnik wie dem neuen Melkstand besaß für den Landwirt den gleichen Stellenwert wie die Präsentation regionaler Unternehmen, beispielsweise der Asendorfer Molkerei. „Unser Ziel war es, die Menschen aus der Region zusammenzubringen", erklärte Derboven.

Für die Besucher aus der Fachszene war besonders die Ausstellung verschiedener Vertreter der Rinder-Besamungsindustrie wie der Masterrind, Semex, WWS und ABS interessant. Conny Derboven zeigte sich besonders froh darüber, dass diese Wettbewerber Seite an Seite ihre Ergebnisse zur Schau stellten: „Wir arbeiten mit jedem einzelnen zusammen."

Nicht nur die Abläufe, sondern auch die Ergebnisse dieses Veredelungsvorgangs konnten die Besucher aus nächster Nähe bestaunen. Während am ersten Tag ein Zucht-Kalb an eine glückliche Besucherin verlost wurde, staunten die Gäste am Sonnabend nicht schlecht, als sie Zeuge der Geburt eines Rinderkalbs wurden. Besonders für die Kinder war das Kälbchen eine weitere Attraktion – neben dem Ponyreiten, dem Trecker-Parcours und der Hüpfburg.

Den ehrenamtlichen Helfern aus der Nachbarschaft und den Unternehmenspartnern, die teilweise seit März mit den Vorbereitungen für den Hoftag beschäftigt waren, sprach Conny Derboven ein besonderes Dankeschön aus. „Ohne die vielen helfenden Hände wäre das nicht zu schaffen gewesen. Immerhin mussten alle Arbeiten neben dem normalen Berufsalltag erledigt werden."

Letztendlich sei man jedoch so gut vorangekommen, dass die letzte unsichere Konstante das Wetter gewesen sei. „Aber auch hier hatten wir Glück", freute sich Derboven. Das Fazit des Landwirts lautet daher kaum überraschend: „Die Hoftage haben meine Erwartungen voll erfüllt." · tje