Schülerlauf für kranke Kinder

Quelle: Nordwest-Zeitung, 21.9.2011

Sternmarsch 2011 Gymnasiasten spenden für Kinderhospizdienst in Friesoythe

Am Dienstag wurde die Arbeit des Kinderhospizdienstes vorgestellt. Jetzt suchen die Schüler für ihren Lauf zahlungskräftige Sponsoren.

VON ANJA BIEWALD

FRIESOYTHE - Für Kinder, denen zum Leben nicht viel Zeit bleibt, wollen sich die Schüler des Albertus-Magnus-Gymnasiums (AMG) in Bewegung setzen. Am Dienstag wurde bekannt gegeben, dass die Erlöse des diesjährigen Sternmarschs der Schüler für den ambulanten Kinderhospizdienst der Friesoyther Malteser und das Kinderhospiz Löwenherz in Syke bestimmt sind. Viele Kilometer wollen die Schüler dafür zurücklegen – und mit jedem Schritt möglichst viele Spenden sammeln.

Während in den vergangenen Jahren die Einnahmen aus dem Sternmarsch häufig für Hilfsprojekte im Ausland gespendet wurden, soll das Geld in diesem Jahr hier in der Region bleiben. Es sind die Schülervertreter, die sich jedes Jahr mit verschiedenen Einrichtungen und Projekten beschäftigen, zu deren Gunsten der Sternmarsch veranstaltet werden könnte.

Nun ist die Entscheidung gefallen, und am Dienstag stellten Gerda Spieker vom Hospizdienst der Malteser Friesoythe und Barbara Frerker vom Kinderhospiz Löwenherz ihre Arbeit vor. Dabei war es vor allem ein Film aus der Einrichtung in Syke bei Bremen, der die Schüler beeindruckte und berührte.

Zu sehen sind schwer kranke Kinder, die mit ihren Eltern und gesunden Geschwistern nach Syke kommen, um sich dort zu erholen, eine schöne Zeit miteinander zu verbringen und um das Leben zu genießen. Manchmal kommen die Kinder auch zum Sterben. „Auch dafür ist Löwenherz da", erklärte Barbara Frerker den Gymnasiasten: „Aber in erster Linie ist das Hospiz ein Ort des Lebens und der Freude." Im kommenden Jahr soll neben dem Kinderhospiz in Syke nun ein Jugendhospiz gebaut werden – um den Bedürfnissen kranker Jugendlicher gerecht zu werden.

Auch beim ambulanten Kinderhospizdienst geht es darum, die Familien zu entlasten. Wie die ehrenamtlichen Betreuer die Familien oder kranken Kinder unterstützen können, entscheiden die Familien – je nach Situation, je nach Bedürfnis.

Jetzt werben die AMG-Schüler um Sponsoren für den Sternmarsch. Jeder Euro zählt, jeder gelaufene Kilometer sollte sich bezahlt machen – für Kinder, denen zum Leben nicht viel Zeit bleibt.