„St. Martin“ zu Ross, der Mantel bleibt ganz

Quelle: Schaumburger Nachrichten, 11.11.2011

Ganz im Zeichen des Heiligen Martin hat das Herbstfest des Kindergartens Meerbeck gestanden. Der Akt des Teilens war dabei von Bedeutung.

Meerbeck (gus). Im Vorfeld des Festes hatten nämlich die Jungen und Mädchen, die den evangelischen Kindergarten besuchen, ihr Spielzeug geteilt und einiges davon zugunsten des Kinderhospizes „Löwenherz" in Syke verkauft. Dann „teilte" der Kindergarten seine Kasse, wie es Leiterin Ursula Möller ausdrückte, und rundete den Erlös auf 500 Euro.
Das Geld übergaben Möller und deren Stellvertreterin, Jana Schulz, beim Herbstfest an Uwe Glodschei und Gertrud Markgraf vom Hospizverein. Markgraf bedankte sich. Das Hospiz versuche, schwerkranken Kindern sowie deren Eltern und Geschwistern etwas Erholung und Trost zu ermöglichen.

Am Imbisswagen teilten die Mitarbeiter Hähnchen in zwei Hälften. Aber angesichts des Anlasses standen nicht etwa halbe Hähnchen sondern halbe Gänschen zum Verkauf – in Anlehnung an die Martinsgans. Gänsewein gab es auch, Mineralwasser war gemeint. Und als Hauptpreis eines St.-Martins-Quiz' hatte das Kita-Team einen Gutschein über eine Frühmastgans besorgt.

Auch sonst war vieles auf den heiligen Martin ausgerichtet: An den Spielstationen des Festes wurde beispielsweise der „Supermartin" gesucht. An anderer Stelle mussten die Kinder wie beim Martinssingen vor eine Tür treten, allerdings durften sie nur singen, wenn sie sich auch die richtige Tür ausgesucht hatten.

Und als Höhepunkt ritt St. Martin auch noch höchstpersönlich ein. Oder fast: Nina Hundertmark trabte mit ihrem Pferd „Püppchen" auf das Außengelände der Kita. So mancher Besucher dürfte von der prachtvollen Verkleidung getäuscht worden sein und glaubte möglicherweise, dass der echte Martin dort hoch zu Ross saß. Ein Detail fehlte aber: Dieser „Heilige Martin" schnitt nicht etwa seinen Mantel in zwei Teile. Doch obwohl einigen Besuchern ein Stück wärmender Stoff gutgetan hätte – es wäre schade um den schönen Umhang gewesen. Und schließlich konnten sich die Mädchen und Jungen, Erzieher und Eltern auch mit heißen Getränken und im Inneren der Kita aufwärmen.