Eine erfüllende und sehr schöne Aufgabe

Pressemitteilung - Bremen, 04.12.2012

Tag des Ehrenamts: Begleiter im ambulanten Kinderhospizdienst Löwenherz Bremen und Umzu unterstützen Familien

Bremen – Für Jutta Busse (57) war es die Erfüllung eines lange gehegten Wunsches: Seit fast zwei Jahren engagiert sie sich als ehrenamtliche Begleiterin im ambulanten Kinderhospizdienst Löwenherz Bremen und Umzu. Einmal in der Woche fährt sie zu einer Familie, um drei Stunden ganz für den unheilbar an MPS erkrankten Johnny (10) da zu sein. „Der Junge strahlt Lebensfreude pur aus – einfach unglaublich. Diese Freude springt auf mich über – und die nehme ich dann hinterher auch mit nach Hause", berichtet sie begeistert.

Bei einem Kontakt mit einer Löwenherz-Mitarbeiterin auf einer Ehrenamtlichen-Messe im Bremer Rathaus hatte sie sofort das Gefühl: „Das ist es, was ich suche". Das Gespräch mit einer Koordinatorin im Büro in der Elsasser Straße „war dann ein Selbstläufer. Ich wollte das unbedingt machen". Julia Busse absolvierte eine Schulung für ehrenamtliche Begleiter, danach fand man schnell eine Familie für sie.

Bereits der erste Kontakt mit Johnny sei „super" verlaufen, sagt Jutta Busse. „Ich fühlte mich sofort von ihm angenommen." Auch zu seiner Mutter hatte sie gleich einen guten Draht. „Sie hat mir zum Beispiel erklärt, wie ich mich am besten verhalte, wenn sich Johnny total aufregt oder er mit seinem riesigen Bewegungsdrang immer wieder die steile Treppe vom Boden bis zum Keller runterrutschen will".

Einmal in der Woche fährt sie „mit ganzem Herzen" für etwa drei Stunden zu der Familie. Dann spielt sie mit dem Jungen, singt Kinderlieder mit ihm, liest vor oder geht mit ihm spazieren. „Wenn Johnny von der Schule nach Hause kommt, muss man ganz für ihn da sein. Er liebt Bälle und mag Autos unheimlich und wirft sie auch gerne mal durch das Zimmer, wenn man nicht aufpasst." Die Mutter, die halbtags arbeitet und auch eine Tochter hat, kann in dieser Zeit dann einkaufen, sich mit einer Freundin treffen oder ungestört Dinge im Haushalt erledigen.

„Diese Begleitung ist eine große Erfüllung für mich", beschreibt Jutta Busse ihre Gefühle. Man bekomme den Kopf frei, denke dabei auch über sein eigenes Leben nach und erhalte eine andere Perspektive auf persönliche Probleme. „Es ist ein angenehmer Stress. Der Bursche gibt mir unheimlich viel." Sie freue sich auf jeden Nachmittag in der Familie und könne diese ehrenamtliche Arbeit sehr empfehlen. „Es ist eine schöne Aufgabe."

Der ambulante Kinderhospizdienst Löwenherz Bremen und Umzu hat seit fünf Jahren sein Büro in der Hansestadt. Die Ehrenamtlichen begleiten zurzeit 30 Familien mit einem unheilbar erkrankten Kind in der Region. 41 geschulte Ehrenamtliche engagieren sich für den Dienst – darunter ein Mann. Die Kinderhospizbegleiter fahren in der Regel ein Mal pro Woche für einige Stunden zu den Familien und unterstützen, wo sie am meisten gebraucht werden: Sie beschäftigten sich mit dem erkrankten Kind, gehen mit ihm spazieren, spielen mit den Geschwistern oder helfen bei den Hausaufgaben und geben so den Eltern Freiraum. Auch wenn es um das Thema Tod und Sterben und das Abschiednehmen vom eigenen Kind geht, sind die Begleiter wichtige Gesprächspartner.

Weitere Informationen erteilen gerne die Koordinatorinnen Thekla Monnerjahn und Susanne Claus unter Tel. 0421/ 841 31 – 55 und per mail unter ambulant(at)loewenherz.de; Die Adresse: Elsasser Straße 61/63, 28211 Bremen.

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