Jugendhospiz Löwenherz in Syke wird eingeweiht

Foto: dpa

Quelle: Antenne Niedersachsen, 20.09.2013

Laute Musik erlaubt

Das Hospiz Löwenherz ist schon seit langer Zeit eine Anlaufstation für unheilbar kranke Kinder. Jetzt gibt es eine extra Erweiterung mit dem Jugendhospiz. Hier kann man auf Bedürfnisse der Jugendlichen besser eingehen. Das Kinderhospiz soll dann nur noch für die Kleinen sein.

Im Hospiz Löwenherz sind Kinder und Jugendliche zu finden, die keine Chance mehr auf Heilung haben und denen ihre letzten Tage so angenehm wie möglich gemacht werden sollen. Das Jugendhospiz in Syke ist in Niedersachsen das erste seiner Art. Laute Discomusik ist dort ebenso erlaubt wie Fernsehen und sorgt für Ablenkung.

Die Zimmer sind modern eingerichtet und jedes ist anders gestaltet. So können die Jugendlichen im Zimmer "Paris" oder "Rio de Janeiro" wohnen.

Familiensinn wird groß geschrieben

Insgesamt bieten Kinder- und Jugendhospiz Platz für bis zu 16 schwer kranke und pflegebedürftige Kinder und Jugendliche. Damit diese die schwere Zeit nicht allein durchstehen müssen, gibt es auch 14 Familienzimmer, in denen Eltern und Geschwister bleiben können. Bis zu vier Wochen können die Patienten zusammen mit ihrer Familie in dem Haus bleiben.

So wie such der 19-jährige Dennis (Foto oben). Er leidet am Louis-Bar-Syndrom zu deren Symptomen Störungen der körperlichen und geistigen Entwicklung gehören. Die Krankheit führt zu einem geschwächten Immunsystem, so dass Betroffene oft unter Lungenentzündungen leiden und ein deutlich höheres Krebsrisiko haben. Nur selten werden Patienten älter als 20 Jahre.
Der Neubau des Jugendhospizes hat übrigens 3,9 Millionen Euro gekostet. Der größte Teil der Kosten wurde durch Zuweisungen von verschiedenen Stiftungen sowie durch Spenden finanziert.

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