Grönland-Segler wohlbehalten zurück

Bei seiner Ankunft im Stadthafen von Oldenburg zündete Bernd Mansholt eine Fackel an.

Pressemitteilung - Syke/Oldenburg, 29.08.2013

Familie und Freunde empfingen Bernd Mansholt nach seiner dreimonatigen Expedition – Benefiztour für Löwenherz

Oldenburg - Seine Familie, Freunde und gut zwei Dutzend Zuschauer klatschten Applaus, als der Oldenburger Weltenbummler Bernd Mansholt nach seiner dreimonatigen Grönland-Expedition im Oldenburger Stadthafen ankam, eine Leuchtfackel zündete und die Yacht am Kai festmachte. Seine Frau und drei seiner Kinder waren überglücklich, ihn nach den überstandenen Abenteuern wieder in die Arme schließen zu können. Auf der Kajüte vor dem Steuerrad saß Maskottchen „Maximilian" in voller Ausrüstung: Mit Schwimmweste, Pullover und Pudelmütze. „Er ist mein Krafttier und hat mir in den schwierigen Tagen viel Energie gegeben", sagte Mansholt.

Insgesamt 4 000 Seemeilen legte er auf der Tour mit der Elf-Meter-Yacht „Nis Randers zurück. Unter dem Motto „Sailing for money – Jede Meile zählt" war die Expedition zugleich eine Spendenfahrt zu Gunsten des neuen Syker Jugendhospiz Löwenherz. Mansholt war am 3. Juni gemeinsam mit Janek Plathe im Oldenburger Stadthafen gestartet und dann allein als Einhand-Segler über den Atlantik zurückgesegelt. Sein Mitsegler war in Grönland von Bord gegangen und hatte für den Rückweg lieber das Flugzeug genommen.

Die letzte Etappe führte Bernd Mansholt über 500 Seemeilen durch die Nordsee von Schottland nach Oldenburg. „Es war sehr schwierig zu segeln", berichtete er. „Etwa Windstärke drei aus Ost. Das heißt, ich musste die ganze Zeit kreuzen. Sehr mühsam. Ich konnte fast 30 Stunden überhaupt nicht schlafen." Wachboote an den Bohrinseln und Bohrfeldern drängten ihn ab, es sei schwierig gewesen, den richtigen Kurs finden, erzählte er nach seiner Ankunft. Ausgezehrt wirkte der Abenteurer nach seinem langem Solo-Törn. Nach Erreichen der Hunte holte sich der Körper dann sein Recht. „Am Morgen bin ich eingeschlafen und zwei Stunden zu spät aufgewacht. Daher die Verspätung in Oldenburg."

Das Kinderhospiz „Löwenherz" in Syke nimmt seit seiner Eröffnung im September 2003 unheilbar erkrankte Kinder und deren Familien für bis zu vier Wochen im Jahr auf. Jährlich kommen bis zu 150 Familien zu „Löwenherz". Mit einem Tag der offenen Tür feiert das Kinderhospiz am Samstag, den 21. September von 11 bis 18 Uhr seinen zehnten Geburtstag. Zugleich wird das neue Jugendhospiz für schwerstkranke Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 14 bis 24 Jahren eröffnet. „Löwenherz" betreibt das einzige Kinderhospiz in Niedersachsen und Bremen und wird rund zur Hälfte durch Spenden finanziert.

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