Kinderhospizbegleiterin: „Eine sinnvolle Aufgabe“

Die ehrenamtliche Kinderhospizbegleiterin Doris Gleichauf besucht die Geschwister Meret und Marit (von links nach rechts) und ihre Familie einmal pro Woche.

Pressemitteilung - Bremen, 03.06.2013

Ambulanter Kinderhospizdienst Löwenherz Bremen und Umzu bietet Plätze für Einsätze in Familien mit unheilbar erkrankten Kindern

Bremen – Für Doris Gleichauf ist es genau die ehrenamtliche Arbeit, die sie gesucht hat. „Es eine sehr sinnvolle Aufgabe, eine Familie mit einem unheilbar erkrankten Kind zuhause zu unterstützen. Es ist wie ein Geschenk. Man bekommt so viel zurück", sagt sie. Seit gut vier Jahren begleitet sie eine Familie mit einem unheilbar erkrankten Kind und deren Schwester in Bremen und fährt einmal pro Woche für einige Stunden zu ihr nach Hause. Weil die Anfragen beim Ambulanten Kinderhospizdienst Löwenherz Bremen und Umzu sehr zahlreich sind, möchte der Dienst weitere Ehrenamtliche für die Arbeit in den Familien schulen, erläutert Koordinatorin Susanne Claus. Ein neuer Kursus startet nach den Sommerferien. Einige Plätze seien noch frei.

„Lange Zeit war ich für die Schwester Marit (4) zuständig, habe sie vom Kindergarten abgeholt oder bin mit ihr auf den Spielplatz gegangen", erläutert Doris Gleichauf. „Jetzt bin ich meistens bei Meret (7). Sie ist geistig topfit und leidet seit Jahren an Muskelatrophie. Es ist eine Krankheit, bei der die Muskeln extrem abbauen und schwächer werden. Inzwischen hat sie kaum noch Kraft in den Armen. Ich helfe ihr dann, mit dem Kinder-Keyboard zu spielen – so gut es geht oder mache mit ihr Memory." Die Mutter geht in dieser Zeit mit ihrer kleinen Tochter zum Kinderturnen, zum Arzt oder einkaufen. „Ich schenke der Familie Zeit, damit sie entlastet wird und sich um andere Dinge kümmern kann. Es ist wirklich schön, die Familie zu unterstützten. Man bekommt so viel Freude zurück. Das ist sehr schön und motiviert immer wieder." Sie habe in ihrem Leben so viel Glück gehabt, dass sie jetzt Gutes tun und sich um andere Menschen kümmern möchte, die nicht so viel Glück gehabt hätten, beschreibt Doris Gleichauf ihre Motivation. Ihre drei Töchter seien erwachsen. Jetzt verschenke sie gerne ihre freie Zeit.

Interessenten werden gebeten, sich bei Koordinatorin Susanne Claus zu melden, um einen Termin für ein Gespräch zu vereinbaren. In einem Schulungskurs werden die Ehrenamtlichen dann ausführlich auf ihre Einsätze in den Familien vorbereitet. Weitere Informationen erteilt Susanne Claus gerne unter Tel. 0421/ 8 41 31 – 55 und per mail unter ambulant@loewenherz.de

Spenden Mail